Ausbruch des Eyjafjallajökull: Brachte die weltweite Luftfahrt durcheinander.

Desaster vergrößern Entfernung

Eine neue Studie zeigt, wie Desaster die Luftfahrt wirklich beeinflussen – und wie man sich vor einem zu hohen Verlust schützen kann.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Vulkanausbrüche, Terroranschläge, Stürme – es gibt viele Katastrophen, die die internationale Luftfahrt durcheinander bringen und die Airlines, Flughäfen und Passagiere viel Zeit kosten. Doch nicht alle leiden gleich stark unter den Folgen. Und: Man kann sich zumindest zum Teil auch darauf vorbereiten und im Ernstfall besser reagieren als andere. Das untersuchte nun eine Studie der Northwestern University mit dem Titel «Eyjafjallajökull and 9/11: The Impact of Large-Scale Disasters on Worldwide Mobility».

Anhand der beiden Ereignisse untersuchten die Autoren, wie sich die «effektive Entfernung» eines Flughafens zum Rest der Welt veränderte. Wie viel schwieriger die Flughäfen also zu erreichen waren. Sie untersuchten das globale Netz an Flughäfen, die mit Direktflügen miteinander verbunden sind. Rund 3,1 Milliarden Passagiere durchlaufen das jährlich.

Größer ist besser

Was die Autoren herausfanden, lässt kleinere Flughäfen weniger gut dastehen. Weil große Hubs in der Regel deutlich mehr Verbindungen in alle Welt anbieten, können sie ihre Verbindungen besser und schneller anpassen als kleinere Flughäfen. Es sei wichtig, seine Verbindungen statt auf einzelne Drehkreuze zu fokussieren, etwas aufzufächern. «Gerade wenn es in Zukunft zu mehr Naturkatastrophen kommt, wird das wichtig», so die Autoren.

Denn: Der Vulkanausbruch vergrößerte die effektive Distanz der Flughäfen vom Rest der Welt deutlich mehr als der 11. September. Mit Heathrow, Amsterdam, Paris und Frankfurt waren die wichtigsten Drehkreuze Westeuropas außer Gefecht. «Nur, wenn Westeuropa betroffen ist, leidet auch die globale Luftfahrt», erklären die Forscher. Daher werde es in Zukunft wichtig, den direkten Flugverkehr zwischen nicht-europäischen Städten zu steigern, damit Westeuropa weniger essenziell werde.

Effizienz vs. Reaktionsfähigkeit

Was den überlasteten Flughäfen wie Heathrow und Co. außerdem zu denken geben sollte: Das was sie unter Effizienz verstehen, lässt sie in Katastrophensituationen schnell alt aussehen. Wirklich gut reagieren könne man nämlich nur, wenn man leicht unter der möglichen Kapazität operiere. Das gebe Raum, um Flüge umzuleiten und neue aufzunehmen.

Mehr zum Thema

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Zu Fuß mit dem Trolley von Boston nach New York

Zu Fuß mit dem Trolley von Boston nach New York

Flughafen Pittsburgh: Einchecken für den Zugang zur «Airside».

Hier geht es auch ohne Ticket bis zum Gate

Boeing-Fahrwerk nahe Ground Zero gehörte zu 9/11-Flugzeug

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin