Ausbruch des Eyjafjallajökull: Brachte die weltweite Luftfahrt durcheinander.

Desaster vergrößern Entfernung

Eine neue Studie zeigt, wie Desaster die Luftfahrt wirklich beeinflussen – und wie man sich vor einem zu hohen Verlust schützen kann.

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Luftfahrt

Vulkanausbrüche, Terroranschläge, Stürme – es gibt viele Katastrophen, die die internationale Luftfahrt durcheinander bringen und die Airlines, Flughäfen und Passagiere viel Zeit kosten. Doch nicht alle leiden gleich stark unter den Folgen. Und: Man kann sich zumindest zum Teil auch darauf vorbereiten und im Ernstfall besser reagieren als andere. Das untersuchte nun eine Studie der Northwestern University mit dem Titel «Eyjafjallajökull and 9/11: The Impact of Large-Scale Disasters on Worldwide Mobility».

Anhand der beiden Ereignisse untersuchten die Autoren, wie sich die «effektive Entfernung» eines Flughafens zum Rest der Welt veränderte. Wie viel schwieriger die Flughäfen also zu erreichen waren. Sie untersuchten das globale Netz an Flughäfen, die mit Direktflügen miteinander verbunden sind. Rund 3,1 Milliarden Passagiere durchlaufen das jährlich.

Größer ist besser

Was die Autoren herausfanden, lässt kleinere Flughäfen weniger gut dastehen. Weil große Hubs in der Regel deutlich mehr Verbindungen in alle Welt anbieten, können sie ihre Verbindungen besser und schneller anpassen als kleinere Flughäfen. Es sei wichtig, seine Verbindungen statt auf einzelne Drehkreuze zu fokussieren, etwas aufzufächern. «Gerade wenn es in Zukunft zu mehr Naturkatastrophen kommt, wird das wichtig», so die Autoren.

Denn: Der Vulkanausbruch vergrößerte die effektive Distanz der Flughäfen vom Rest der Welt deutlich mehr als der 11. September. Mit Heathrow, Amsterdam, Paris und Frankfurt waren die wichtigsten Drehkreuze Westeuropas außer Gefecht. «Nur, wenn Westeuropa betroffen ist, leidet auch die globale Luftfahrt», erklären die Forscher. Daher werde es in Zukunft wichtig, den direkten Flugverkehr zwischen nicht-europäischen Städten zu steigern, damit Westeuropa weniger essenziell werde.

Effizienz vs. Reaktionsfähigkeit

Was den überlasteten Flughäfen wie Heathrow und Co. außerdem zu denken geben sollte: Das was sie unter Effizienz verstehen, lässt sie in Katastrophensituationen schnell alt aussehen. Wirklich gut reagieren könne man nämlich nur, wenn man leicht unter der möglichen Kapazität operiere. Das gebe Raum, um Flüge umzuleiten und neue aufzunehmen.

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