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Acht Flughäfen betroffen

Streik lähmt Deutschlands Flugverkehr

An acht deutschen Flughäfen arbeitet das Sicherheitspersonal nicht. Die neuesten News zum Streik in Frankfurt, Hamburg, München und Co. im Ticker.

Aktualisiert vor 5 Monaten

aeroTELEGRAPH

Flughafen Frankfurt: Auch hier wird gestreikt.

17:30 Uhr: Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher droht gemäß der Nachrichtenagentur DPA mit neuen Streiks noch vor der nächsten Verhandlungsrunde am 23. Januar, sollte ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber ausbleiben.

16:45 Uhr: Die Verbraucherzentrale Bremen hat einen Tipp für Passagiere, die vom Streik betroffen sind:

15:20 Uhr: Obwohl an keinem Flughafen in Nordrhein-Westfalen gestreikt wird, ist auch hier der Warnstreik an acht deutschen Airports spürbar. Wie ein Sprecher des Flughafens Düsseldorf am Nachmittag gegenüber dem WDR mitteilte, fallen dort 38 Verbindungen aus. Der Flughafen Köln/Bonner hat 26 innerdeutsche Verbindungen annulliert. In Münster/Osnabrück wurden sechs Verbindungen gestrichen, in Paderborn vier.

14:35 Uhr: Der Flughafen Hamburg meldet, bis um 14 Uhr hätten die Fluggesellschaften 205 von 357 Flugbewegungen gestrichen, die heute für Hamburg geplant waren. «111 von 178 Abflügen wurden bisher aus dem Flugplan genommen, bei den Ankünften wurden 94 von 179 geplanten Landungen gestrichen.»

11:35 Uhr: Der Flughafen Hamburg berichtet über eine entspannte Lage: «Es sind mehrere Kontrollspuren in der zentralen Sicherheitskontrolle geöffnet.»

11:05 Uhr: Zahlen zu den Streikteilnehmern im Norden liefert der NDR: In Hamburg seien mit Beginn der Frühschicht rund 100 Sicherheitsbedienstete in den Ausstand getreten, sagte Peter Bremme von Verdi Hamburg. Im Laufe des Tages sollen rund 90 Prozent der Mitarbeiter dort streiken. «Die Aktion ist gut angelaufen und wir können damit ein Zeichen setzen», so Bremme. In Hannover sollen sich im Laufe des Tages 200 bis 250 Mitarbeiter am Streik beteiligen. In Bremen sagte ein Verdi-Vertreter, man rechne mit 60 Teilnehmern.

10:20 Uhr: Die SPD meldet sich bei Twitter zu Wort:

08:15 Uhr: Am Flughafen Frankfurt wurden laut Fraport etwa 600 der geplanten 1200 An- und Abflüge gestrichen, viele weitere haben Verspätungen.

07:10 Uhr: Mit Frankfurt und München werden heute auch die zwei größten Flughäfen Deutschlands und die wichtigsten Drehkreuze von Lufthansa bestreikt. Hier geht es zu der Übersicht, welche Flüge in Frankfurt und München stattfinden und welche nicht.

06:55 Uhr: Hier nochmals die Streikübersicht:

  • Bremen (24-stündiger Streik ab Mitternacht)
  • Dresden (Streik von 3 bis 21 Uhr)
  • Erfurt (Streik von 6 bis 22 Uhr)
  • Frankfurt (Streik von 2 bis 20 Uhr)
  • Hannover (24-stündiger Streik ab Mitternacht)
  • Hamburg (24-stündiger Streik ab Mitternacht)
  • Leipzig-Halle (Streik von 4 bis 18 Uhr)
  • München (Streik von 3:30 bis 20 Uhr)

06:00 Uhr: Es geht in Erfurt los. Damit werden nun alle acht Flughäfen bestreikt.

03:30 Uhr: Die nächsten Flughäfen folgen: Auch in München wird jetzt gestreikt, Dresden hat schon eine halbe Stunde früher begonnen, Leipzig/Halle eine halbe Stunde später.

02:00 Uhr: Auch am Flughafen Frankfurt beginnen die Warnstreiks. Das Sicherheitspersonal plant, die Arbeit bis um 20 Uhr ruhen zu lassen. Lufthansa rechnet mit einer «erheblichen Beeinträchtigung» des Flugverkehrs. Der Flughafenbetreiber Fraport rät allen Passagieren, zu Hause zu bleiben und nicht zum Airport zu kommen.

00:05 Uhr: Bremen, Hannover und Hamburg machen den Anfang. Um Punkt Mitternacht stoppte das Sicherheitspersonal die Arbeit. Der Streik an den drei Flughäfen dauert 24 Stunden.

Der Hintergrund: Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Flughafensicherheit an den Airports Frankfurt, Hannover, Bremen, Hamburg, München, Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt am Dienstag (15. Januar) zu Warnstreiks aufgerufen. Sie fordert vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen BDLS eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Sie kritisiert, die Arbeitgeber hätten «noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt». BDLS-Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser hält dagegen: «Die Gewerkschaft scheint jedes Maß für den Arbeitskampf verloren zu haben.» Verdi sei zuletzt zu keinem Treffern bereit gewesen. «Das Beharren auf absurden Forderungen von 20 Euro für alle ist zudem ein Schlag ins Gesicht jeder ausgebildeten Krankenschwester und jedes Rettungssanitäters und zeigt die Maßlosigkeit der Gewerkschaft», so Friebertshäuser.



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