A320 von Smart LynxSchulungsflug endet mit einer Notlandung

Ein Pilot, ein Chefinstruktor und vier Auszubildende von Smart Lynx üben in Tallinn Touch-and-Go-Manöver. Doch dann läuft etwas furchtbar schief.

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Stundenlang ist es ein Schulungsflug wie viele andere. Unspektakulär. Die estnische Tochter der lettischen Charterairline Smart Lynx schickt am Mittag des 28. Februar um 12:02 Uhr einen Piloten, einen Chefinstruktor und vier Auszubildende zum Touch-and-Go-Training in die Luft. Die Gruppe trainiert, wie man mit dem Fahrwerk aufsetzt und gleich wieder durchstartet.

Nach Stunden erfolgreichen Übens ist gegen 17:04 Uhr ein weiteres Manöver angesagt. Der erste Teil läuft noch glatt. Der Airbus A320 von Smart Lynx setzt am Flughafen Tallinn erfolgreich auf. Danach gewinnt der Jet mit der Registrierung ES-SAN aber nicht schnell genug an Höhe. Er sackt sogar wieder ab. Die Triebwerke schlagen auf den Boden auf und die Klappe der Ram-Air-Turbine (Notstrompropeller) öffnet sich und wird beschädigt. Das zeigt ein erster Bericht der estnischen Untersuchungsbehörde Outusjuurdluse Keskus OJK.

Zwei Leichtverletzte

Schließlich gelingt es den Piloten, doch an Höhe zu gewinnen, den Jet unter Kontrolle zu bringen und für eine Landung auf Piste 26 in Tallinn zu drehen. Dabei schalten sich jedoch - wohl als Folge des harten Aufschlags zuvor – beide Triebwerke aus.

Die Piloten erhalten vom Flughafen die Erlaubnis für eine Notlandung. Sie bringen die Maschine gegen 17.11 Uhr rund 150 Meter vor der Landebahn auf den Boden, wobei alle Reifen platzen. Der Chefinstruktor und eine Auszubildender werden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Beide können das Spital jedoch noch am selben Abend noch verlassen.

45.002 Flugstunden

Das Flugzeug mit dem Baujahr 2000 und 45.002 Flugstunden wird laut Smart Lynx am nächsten Morgen in den Parkbereich des Flughafens geschleppt. Es ist seither nicht mehr abgehoben.

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