Flieger im Hangar: Vun US zu American.

SitzknappheitNeue Dreamliner parken in Wüste

Zwei neue Dreamliner von American Airlines verstauben derzeit in der kalifornischen Wüste. Der Grund: Ihnen fehlt es an Sitzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich ist das Mojave Desert in Kalifornien meist die letzte Ruhestätte für Flugzeuge. Trotzdem stehen auf dem Flugzeugfriedhof derzeit zwei nagelneue Boeing 787 von American Airlines. Die Dreamliner sind aber nicht kaputt. Die Wüste ist nur ein Zwischen-Abstellplatz. Abheben können die beiden neuen Flugzeuge nämlich erst, wenn alle Sitze eingebaut sind. Und das verzögert sich.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat Boeing die beiden Flugzeuge in der Mojave Desert abgestellt. Sie sollten Dreamliner Nummer drei und vier von American Airlines werden. Bereits die ersten beiden Boeing 787 haben Verspätung. Eigentlich hätten sie schon Ende 2014 ausgeliefert werden sollen. Auch bei diesen war der Grund ein Engpass bei der Versorgung mit Business-Class-Sitzen. Nun kommen auch drei und vier zu spät. «Es ist ein echtes Problem», so Doug Parker, Chef von American. Man könne sich so viel beklagen wie man will. «Aber ohne Sitze können wie die Flugzeuge schlicht nicht nutzen.»

Airbus und Boeing machen Druck

Also heißt es warten. Airbus und Boeing kämpfen schon länger mit dem Problem. Gemeinsam machen die beiden Flugzeugproduzenten Airbus und Boeing Druck auf den französischen Sitzhersteller Zodiac. Der hatte eigentlich mitgeteilt, dass die Engpässe überwunden seien. Doch Streiks führten zu weiteren Verspätungen.

Vor allem die Business-Class-Sitze sind ein Problem, denn: Im Kampf um gut zahlende Premiumkunden ist es bei den großen Fluggesellschaften fast schon Pflicht, dass sie ihre Geschäfts-Klasse mit so genannten Lie-Flat-Sitzen ausstatten, die sich in ein flaches Bett verwandeln lassen. Doch bei der Zertifizierung durch die Behörden brauchen diese Sitze deutlich mehr Zeit.

Kompliziertere Bauweise

Neben der hohen Nachfrage ist bei den neuen Sitzen oftmals auch ein Problem, dass sie nicht direkt auf den Vordersitz ausgerichtet sind. Die Regeln der US-Behörde FAA besagen, dass die Hersteller dann Airbags oder andere Extras in den Sitz bauen müssen, um die Passagiere vor möglichen Kopfverletzungen zu schützen. Das kostet zusätzlich Zeit.

Mehr zum Thema

boeing 737 max 10 island

Boeing treibt Arbeiten an neuem Flugzeugmodell voran - und das soll größer als die 737 Max werden

Die Boeing 777-9, die größere Variante der 777X am am Gate in Seattle/Tacoma: Passt.

Boeing sammelt Bestellungen für mehr als 130 Flugzeuge ein - darunter 28 Boeing 777X

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack