Eine Boeing 737-800 von Tuifly in Hannover: Zwei solcher Jets wurden beschädigt.

Boeing 737 lange am BodenGewitter über Hannover setzte Tuifly-Flugzeuge und Amazon-Frachter außer Gefecht

Eine heftige Gewitterzelle mit Hagel hat Mitte Juli den Flughafen Hannover getroffen und drei Flugzeuge beschädigt. Eine Boeing 737-800 von Tuifly ist immer noch am Boden.

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Luftfahrt

Am Abend des 13. Juli zog eine kräftige Gewitterzelle über Hannover. Teils tennisballgroße Hagelkörner, überflutete Straßen und durchgeschlagene Dächer waren die Folgen. Besonders traf es die Region um den Flughafen Hannover-Langenhagen. Bilder in den sozialen Medien zeigen, wie der Flughafen binnen weniger Minuten aussah: wie eingeschneit, und das mitten im Sommer. Wasser drang in ein Terminal ein, gegen 21:45 Uhr kam der Flugbetrieb in Hannover vorübergehend komplett zum Erliegen.

Der Hagel zog dabei auch Flugzeuge in Mitleidenschaft. Auf Anfrage teilt eine Sprecherin des Flughafens mit: «Bei den Unwettern am 13. Juli wurden insgesamt drei Luftfahrzeuge von verschiedenen Betreibern beschädigt. Die Schäden fielen dabei unterschiedlich schwer aus.»

Zwei Boeing 737 von Tuifly und ein ASL-Frachter

Nach Recherchen von aeroTELEGRAPH handelte es sich zum einen um zwei Boeing 737-800 mit den Kennzeichen D-ATUA und D-ABKN von Tuifly. Zum anderen traf es den Boeing-737-Frachter mit der Kennung EI-AZC von ASL Airlines, der für Amazon Prime Air fliegt.

Der ASL-Frachter stand nach dem Gewitterabend bis zum 25. Juli in Hannover, dann flog er nach Sofia. Dort war der Jet erneut bis zum 1. August am Boden, dann flog er nach Mailand.

Ein Flugzeug von Tuifly steht immer noch am Boden

Anders war es bei den Flugzeugen von Tuifly. Sie waren kurz nach dem Gewitter wieder in der Luft. Die D-ABKN flog am Vormittag des 14. Juli nach Heraklion und zurück. Die D-ATUA hob noch am späten Abend des 13. Juli nach Burgas ab. In der Nacht flog sie zurück nach Hannover, um dann erst nach Kos und zurück sowie nach Palma und zurück zu fliegen.

Die Die D-ABKN stand anschließend bis zum 2. August in Hannover. Erst dann flog sie nach Düsseldorf und kehrt von dort aus am Montag (3. August) mit einem Flug nach Dalaman in den Linienflugbetrieb zurück. Die D-ATUA steht immer noch in Hannover am Boden.

Wie Flugzeug-Freigaben nach Hagel funktionieren

Grundsätzlich gilt, dass in Fällen wie einem Hagelereignis Mechaniker das betroffene Flugzeug zunächst überprüfen. Stellen sie Schäden fest, wird abgeglichen, ob diese noch innerhalb der zulässigen Toleranzwerte liegen. Sind sich die Techniker unsicher, wird der Hersteller kontaktiert, in diesem Fall Boeing. Erteilt der Flugzeugbauer die Freigabe, kann das Flugzeug wieder eingesetzt werden, bis die Schäden repariert werden können.

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