Stillstand in Sachen Sicherheit

Die Unfallstatistik für das erste Halbjahr zeigt keine Veränderung in der Luftfahrtsicherheit. Vor allem Jets aus einer Region fallen negativ auf.

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Wer auf eine Verbesserung der Sicherheit in der internationalen Luftfahrt wartet, dürfte von den neusten Zahlen enttäuscht sein: Im ersten Halbjahr 2011 wurden laut «Flight International» elf tödliche Zwischenfälle gezählt. In der gleichen Periode 2010 waren es neun. Damit zeige sich weder eine Verbesserung noch Verschlechterung.

Zwar sei ein Zeitraum von sechs Monaten statistisch nicht wirklich signifikant, doch vergleicht man die Zahlen über die letzten zehn Jahre, zeigt sich ebenfalls kaum eine Veränderung. Und das bestätige sich, so Flight International, auch in den Ganzjahreszahlen.

Ost-Jets kommen schlecht weg

Auffällig sind aber die Einzelheiten der Statistik: Vor allem in den letzten Monaten waren ein grosser Teil der in tödliche Zwischenfälle verwickelten Jets von Herstellern aus dem Osten, wie etwa Antonows, Tupolevs, Yakolevs, aber auch die tschechische Let L-410 oder die chinesische Xian MA60. Vor allem für die Flugzeugbauer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion war das Jahr aber bisher alles andere als gut. So setzte sich etwa die russische Regierung nach zwei Unfällen mit Flugzeugen vom Typ An24 und Tu134 für ein Verbot der Jets ein.

Zwei Länder, die laut der Statistik mit der Luftfahrtsicherheit die größten Probleme haben, sind der Kongo und Indonesien. In Indonesien hat man das Problem allerdings schon erkannt: Anfang Mai hat das Land mit der Europäischen Luftfahrt-Trainingsorganisation (JAA TO) in Holland eine Einigung unterzeichnet, laut der die JAA TO Indonesien und andere Länder der Region beim Aufbau der nötigen Ressourcen für besseres Sicherheitstraining und eine Anhebung der Standards hilft.

Die ganze Liste der Unfälle können Sie hier sehen.

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