Flugzeug-Unglück beim kolumbianischen Militär: «Mit tiefer Trauer teile ich mit, dass ein Hercules-Flugzeug unserer beim Start in Puerto Leguízamo (Putumayo) einen tragischen Unfall erlitten hat, als es Truppen unserer Sicherheitskräfte transportierte, so der Verteidigungsminister des Landes, Pedro Arnulfo Sánchez, am Montag (23. März).
«Militäreinheiten befinden sich bereits am Unfallort», so der Minister. Er spreche den Angehörigen der Betroffenen sein Beileid aus, so Sánchez. Die Luftstreitkräfte bestätigten, «dass heute, am 23. März, in Puerto Leguízamo ein Flugzeug vom Typ C-130 Hercules verunglückt ist».
An Bord befanden sich mehr als 120 Menschen
General Carlos Fernando Silva Rueda erklärte, an Bord hätten sich elf Crewmitglieder und 114 militärische Passagiere befunden. «Es gibt 48 Verletzte, die schon gerettet wurden», so Rueda. Das sei eine vorläufige Zahl, so der General in einem Video, das gegen 18:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit veröffentlicht wurde. Rueda erklärte weiter, dass das Flugzeug das Kennzeichen 1016 trug und einige Kilometer entfernt vom Flughafen aufschlug.
Die Zeitung El Tiempo berichtete später, es seien sogar 128 Menschen an Bord gewesen, elf Crewmitglieder, 115 Soldaten und zwei Polizisten. Später am Abend wurde bekannt, dass 66 dieser Menschen den Absturz des militärischen Transportflugzeuges nicht überlebt haben.
Kleiner Ort mit Regionalflughafen und 1200 Meter Piste
In den sozialen Netzwerken sind mehrere Videos zum Unglück zu sehen, deren Echtheit sich noch nicht bestätigen lässt. El Tiempo zeigt etwa ein Video, das das Flugzeug in der Luft zeigen soll, sowie ein anderes Video, das brennende Wrackteile zeigen soll.
Der kleine Ort Puerto Leguízamo befindet sich im Süden Kolumbiens, nahe der Grenze zu Ecuador. Am Rande der Gemeinde liegt der Flughafen Caucaya mit einer 1200 Meter langen Piste.