Airbus A321 von Wizz Air: Falsche Sitzplatzverteilung verursachte Kontrollprobleme.

Vorfall bei Wizz AirFalsche Passagierverteilung bringt A321 in Schwierigkeiten

In einem Airbus A321 von Wizz Air wurden Passagiere falsch in der Kabine verteilt. Balanceprobleme verursachten beim Start in London Schwierigkeiten mit der Steuerung.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es geschah am 16. Januar 2020 am Flughafen London-Luton. Piloten eines Airbus A321 von Wizz Air auf dem Flug W9-2602 nach Prag bekamen während des Starts Probleme beim Hochziehen des Jets. Bekannt wurde der Vorfall durch einen Untersuchungsbericht der britischen Air Accidents Investigation Branch AAIB, der dieser Tage veröffentlicht wurde.

Als der Erste Offizier auf der Startbahn 26 beim Erreichen der Abhebegeschwindigkeit die Nase des A321 hochziehen wollte, reagierte das Flugzeug zuerst nicht. Selbst als der Pilot den Steuerknüppel bis zum Anschlag zog, half dies nicht. Erst als der Kapitän eingriff und maximalen Schub auf die Triebwerke gab, hob das Flugzeug ab.

Kurzfristiger Wechsel

Laut AAIB sorgte eine falsche Verteilung der Passagiere in der Kabine dafür, dass der A321 nur so widerwillig die Nase hob. Der Grund dafür war ein Wechsel des Fluggeräts. Eigentlich war ein Airbus A320 für den Flug eingeplant. Kurzfristig wechselte Wizz Air jedoch auf einen längeren A321.

Wegen einer Datenpanne wurde dieser Wechsel bei Wizz Air in London Luton nicht kommuniziert, stellt die AAIB fest. So behielten die 157 Passagiere trotz des Flugzeugwechsels ihre alte Sitzplatznummer. Im A321 mit insgesamt 230 Sitzen blieben die hinteren 73 Plätze frei.

Piloten vermuteten falsche Trimmung

Das führte dazu, dass der Schwerpunkt des A321 viel zu weit vorne lag. Die Folge war, dass das Flugzeug beim Start nur mit Mühe hochzog. Eine vor dem Start ausgedruckte Karte, welche den Piloten die Gewichtsverteilung des Flugzeuges darstellte, zeigte aufgrund der Datenpanne die falschen Informationen.

Erst in der Luft bemerkten die Piloten die fehlerhafte Sitzplatzverteilung. Trotz der Erkenntnis hielten sie eine inkorrekte Einstellung der Höhenrudertrimmung für die Ursache der Komplikation. Den kompletten Flug über behielten die Passagiere ihre Sitzplätze. Dennoch setzte der A321 ohne weitere Vorkommnisse in Prag auf.

Den AAIB-Bericht zum Vorfall können Sie hier als PDF herunterladen.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterin von Wizz Air: Die Airline startet in Norwegen.

Wizz Air greift SAS und Norwegian mit Inlandsflügen an

Flugzeug von Wizz Air: Früher Neustart in Wien.

Wizz Air gewinnt in Wien kräftig Marktanteile

Flieger von Wizz Air: Erste Inlandsstrecken.

Wizz Air greift jetzt auch im Inland an

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack