Peter Bellew: Darf von Ryanair zu Easyjet.

Peter Bellew darf zu EasyjetRyanair verliert Prozess gegen abtrünnigen Manager

Ryanairs Operativchef Peter Bellew wechselt zum Erzrivalen Easyjet. Das wollten die Iren mit einer Klage verhindern- Ein Gericht wies diese nun ab.

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Der Weihnachtstweet von Peter Bellew klingt erst einmal ganz normal. Doch weiß man von den Geschehnissen der letzten Wochen und Monate, kann man ihn auch als Seitenhieb verstehen. Er danke «so vielen Leuten» für liebe Nachrichten, Unterstützung, Witze und Sarkasmus, schreibt der ehemalige Operativchef von Ryanair. Und dann: «Ich wünsche meinen Kollegen bei Ryanair und Michael O'Leary nur das Beste für die Zukunft, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.»

Die Zeilen sandte Bellew wenige Stunden nach einer Entscheidung des High Courts in Dublin. Der Richter des obersten Zivil- und Strafgerichts der Republik Irland hatte eine Klage von Ryanair gegen ihn abgewiesen, wie die Zeitung Irish Times schreibt. Die Billigairline wollte verhindern, dass der Manager ab Januar beginnt, beim Erzrivalen Easyjet zu arbeiten.

Ryanair geht in Berufung

Auch bei Easyjet soll Bellew ab 2020 als Operativchef amten. Ryanair argumentierte, dass der Manager vertraglich zugesichert hatte, mindestens ein Jahr nach seiner Kündigung nicht bei einem Konkurrenten anzuheuern. Gebunden war das an Aktienoptionen.

Die Klausel sei, so wie sie im Vertrag stehe, nicht angemessen, so der Richter des High Courts nun. Denn sie würde Bellew generell davon abhalten, bei einer europäischen Airline anzuheuern. Daher erklärte er sie für nichtig. Von der Aktienzuteilung in diesem Jahr sei Bellew aber rechtmäßig ausgeschlossen worden, heißt es in dem Urteil weiter. Ryanair gab sofort nach dem Urteil bekannt, Berufung einzulegen.

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