Tower am Flughafen Paris Orly: Frankreichs Lotsen stehen in der Kritik.

Beschwerde wegen FluglotsenstreiksRyanair und Co. setzen auf französische Bauern

IAG, Ryanair, Easyjet, Wizz Air reichen bei der EU Beschwerden gegen Frankreich ein. Sie sehen Parallelen zwischen Fluglotsenstreiks und Bauernprotesten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ist kein alltäglicher Zusammenschluss. Die Airline-Gruppe IAG, zu der unter anderem British Airways und Iberia gehören, Ryanair, Easyjet und Wizz Air haben bei der Europäischen Kommission Beschwerden gegen Frankreich eingereicht. Die Fluglinien sehen durch die Streiks der französischen Fluglotsen das Grundprinzip der Freizügigkeit innerhalb der EU eingeschränkt.

«Die Fluggesellschaften stellen das Streikrecht nicht in Frage, sind aber der Meinung, dass Frankreich gegen das EU-Recht verstößt, indem es bei Streiks keine Flüge über das Land ermöglicht», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. IAG-Chef Willie Walsh sagt: «Es sind nicht nur Kunden, die nach und von Frankreich fliegen, die von den Streiks der französischen Fluglotsen betroffen sind. Auch Passagiere deren Flug Frankreich überfliegt, insbesondere der große Luftraum über Marseille und dem Mittelmeer, sind von Verspätungen und massiven Störungen betroffen.»

Gemüseexporte als Präzedenzfall?

Besonders negative Auswirkungen habe dies auf Spaniens Tourismus und Wirtschaft. In der Tat müssen Flüge bei Streiks in Frankreich schon mal um ganz Frankreich geleitet werden. Das bedeutet deutlich längere Flugzeiten.

Die Fluglinien führen eine alte Beschwerde aus einer anderen Branche an, die sie als rechtlichen Präzedenzfall sehen. 1997 hatte sich Frankreich diese Beschwere eingehandelt, nachdem französische Landwirte spanische Obst- und Gemüseexporte immer wieder blockiert hatten. Der Europäische Gerichtshof urteilte, Frankreich habe gegen seine europäischen Verpflichtungen verstoßen, da es nicht «alle erforderlichen und angemessenen Maßnahmen ergriffen hat, damit der freie Warenverkehr mit Obst und Gemüse nicht durch Handlungen von Privatpersonen beeinträchtigt wird».

Ein Mittel gegen Streiks

Ob das Obst- und Gemüseurteil wirklich als Präzedenzfall für die Luftfahrtbranche taugt, muss sich zeigen. Was für ein Vorgehen sich etwa Ryanair-Chef Michael O’Leary im Falle von französischen Fluglotsenstreiks vorstellten kann, erklärte er gegenüber aeroTELEGRAPH bereits 2016: Andere europäische Flugsicherungen sollen währenddessen die Erlaubnis erhalten, Flüge über den französischen Luftraum zu regeln. «Technisch wäre das schon problemlos möglich», sagte O’Leary damals.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Streik legt am Freitag Easyjet in Italien lahm

ticker-easyjet

Easyjet nimmt Flüge von Basel nach Pantelleria auf

ticker-southwest-airlines

Kurz nach Condor: Auch Easyjet und Southwest Airlines integrieren sich in Chat GPT

ticker-easyjet

Easyjet-Chef kritisiert britische Flugsicherung als «nicht widerstandsfähig genug»

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin