Eine Yak-42D von Alania in Zvartnots: Nicht flugtauglich.

Russland macht Tabula rasa

Zuerst verbietet die Regierung Flugzeugtypen, jetzt werden vom Kreml auch noch zahlreiche Airlines geschlossen.

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Die russische Flugsicherheitsbehörde Rosaviatsia hat sechs Fluggesellschaften die Bewilligung entzogen. Dazu gehört die Moskauer Airline Moskovia. Die grundlegenden operativen und finanziellen Parameter hätten sich dramatisch verschlechtert, erklärten die Verantwortlichen gemäß der Agentur Itar-Tass. Deshalb sei es nicht mehr verantwortbar, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Im Juni war bereits die Werft der Airline geschlossen worden, nachdem die Inspektoren keine flugtauglichen Jets vorgefunden hatten. Im Monat war denn auch jeder dritte Flug der Airline verspätet. 48 von 240 Flügen waren gemäß Itar-Tass gar mehr als sechs Stunden zu spät. Moskovia bat nationale und internationale Verbindungen an.

Die Flugsicherheitsbehörde hat zudem die Lizenzen von fünf Fluglinien endgültig entzogen, die zuvor suspendiert worden waren. Ab sofort dürfen Alania, Aviaenergo, Novosibirsk Enterprise, Avial NV und Yug Line nicht mehr fliegen. Bei ihnen handelt es sich um kleinere regionale Carrier, die zumeist noch mit Maschinen aus dem Bestand der sowjetischen Aeroflot flogen. Das Durchschnittsalter von Aviaenergo etwa lag bei 38 Jahren. Die Flottengröße verringerte sich laufend, da kein Geld vorhanden war, alte Jets zu ersetzen.

Flugzeugtypen am Pranger

Seit den letzten Unfällen mit Todesopfern in Russland macht die Regierung Druck auf die Behörden. So hält es Präsident Dmitrij Medwedew etwa für nötig, alte Flugzeugtypen aus dem Verkehr zu ziehen. Dazu gehören die Antonow An-24 oder die Tupolew Tu-134.

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