Il-96-300: Gibt es bald einen Nachfolger?

LangstreckenjetRussland arbeitet an neuer Il-96

Unter dem Namen Il-96-400M könnte eine neue Variante des russischen Langstreckenfliegers entstehen. Die Vorbereitungen laufen, der Erfolg ist ungewiss.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Ein kommerzieller Erfolg war die Il-96-300 nie. Von den 27 je gebauten Exemplaren des russischen Großraumfliegers aus dem Hause Iljuschin sind zurzeit noch 13 im Einsatz bei Fluglinien: zwei bei Cubana, elf bei Rossija. Dennoch werden nun die Pläne für einen Nachfolger immer konkreter. Anfang April berichtete die Zeitung Kommersant, Russlands Regierung werde dem Luftfahrtkonsortium United Aircraft Corporation UAC 1,3 Milliarden Rubel (etwa 17 Millionen Euro) für die Entwicklung einer Il-96-400M zur Verfügung stellen.

Bereits im Januar hatte der Chef der zu UAC gehörenden Division Iljuschin, Alexey Rogozin, erklärt, es gebe schon Gespräche mit potenziellen Kunden. «Ich denke, das wird in die Serienproduktion der vielversprechenden Il-96-400M münden», sagte Rogozin der Zeitung. Das Flugzeug soll laut verschiedenen Berichten die Passagiervariante des Frachtfliegers Il-96-400T werden, dessen Rumpf 9,65 Meter länger ist als der der Il-96-300. Angaben, wie viele Sitzplätze die 400M haben könnte, schwanken zwischen 370 und 400.

Prototyp soll schon 2019 fertig sein

Iljuschin-Designer Nikolai Talikov sagte dem Fachmagazin AIN, dass die 400M im Gegensatz zur 300 in der Kabine nicht nur rechts und links mit Handgepäckfächern über den Sitzen ausgestattet sein soll, sondern auch über den Mittelplätzen. Die vier Triebwerke des Flugzeuges werden PS-90A1 von der Perm Engine Company sein. Der Chef des Unternehmens erklärte Mitte März, man habe mit den Arbeiten daran begonnen.

Vorgesehen ist laut den UAC-Plänen vorerst der Bau eines 400M-Prototypen im Jahr 2019 sowie danach von sechs weiteren Maschinen. Gemäß der Zeitung Iswestija soll es Pläne geben, das Flugzeug aber nicht als Il-96-400M auf den Markt zu bringen, sondern unter dem Namen Il-496. Ziel sei es, klar zu machen, dass es sich nicht nur um eine Il-96-Variante handele, sondern um eine tiefgreifende Modernisierung, auch in Sachen Avionik.

China-Kooperation und Zweistrahl-Variante

Tatsächlich arbeitet UAC schon an einem Langstreckenjet. Gemeinsam mit der chinesischen Comac will sie die C929 mit 280 Sitzen bauen. Der Fachmagazin AIN glaubt, dass die 400M-Pläne auch für den Fall gedacht sind, dass die russisch-chinesische Kooperation scheitern sollte. Kommersant schreibt, die 400M sei ein Übergangsprojekt auf dem Weg zu C929. Der Bau der neuen Il-96 sei dabei auch extrem wichtig für die UAC-Tochter Voronezh Aviation Aircraft Building Society VASO, bei der der Jet entstehen soll. Diese erhalte dadurch Auslastung wie auch Kompetenz beim Bau von Großraumfliegern.

Derweil gibt es offenbar auch noch eine andere Il-96-Option. Iljuschin-Boss Rogozin erklärte im Januar zur Entwicklung der russischen PD-35-Triebwerksfamilie, diese würde viele Überlegungen ermöglichen, etwa auch «eine vielsprechende zweistrahlige Version der Il-96». Wesentliche Änderungen am Design des Flugzeuges seien dazu nicht nötig. UAC erklärt gegenüber dem Fachportal Fligth Global, man prüfe das Potenzial einer solchen Jets, allerdings gebe es noch nicht viele Details, vor allem, da das Triebwerk noch nicht existiere.

Mehr zum Thema

Crew von Aurora Airlines: Bisher hatte die Airline keine russischen Flieger in der Flotte.

Aurora Airlines will mit russischen Fliegern wachsen

VFW 614: Die Bremer Firma VFW-Fokker baute in den 1970er-Jahren den Kurzstreckenjet VFW 614 mit 44 Plätzen. Neben drei Prototypen und 13 Maschinen für Fluglinien gingen auch drei Jets an die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Doch staatliche Gelder flossen zunehmend ins Airbus-Programm, so dass die Serienproduktion mit dem Jahr 1977 endete.

Auch diese Flugzeuge waren kommerziell ein Reinfall

<div class="page" title="Page 5">
<div class="layoutArea">
<div class="column">

Unsere Il-14 wurde liebevoll auf den Namen «Pinguin» getauft.

</div>
</div>
</div>

Einmal Ilyushin Il-14 und zurück

Iljuschin Il-96: Der Flieger soll als Basis eines ganz neuen Flugzeuges dienen.

Russland und China verraten Details zu Langstreckenjet

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies