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Royal Jordanian wirbt mit Angst vor Trump

Muslime sollen noch in die USA reisen, solange sie das noch dürfen. So wirbt Royal Jordanian und spielt auf Donald Trumps Wahlkampfaussage an.

Royal Jordanian/aeroTELEGAPH

Tweet von Royal Jordanian: Nimmt die Aktualität auf.

Als die PR-Abteilung von Royal Jordanian ihre Kampagne ausheckte, sah es noch ganz nach einem Sieg für Hillary Clinton aus. Doch der Immobilientycoon und wohl künftige Präsident der USA bietet mehr Angriffsflächen und eignet sich so besser für plakative Botschaften. Und so spielten die Werber der Fluggesellschaft aus Vorderasien voll auf Donald Trump.

Am Wahltag verbreitete Royal Jordanian auf Twitter und Facebook eine Botschaft, die sich explizit an Muslime richtet. «Nur für den Fall, dass er gewinnt», schrieb die Nationalairline des Königreichs und fuhr fort: «Reisen Sie in die USA, solange sie noch dürfen». Im Wahlkampf verlangte Trump einen «kompletten und totalen Ausschluss von Muslimen bei der Einreise in die USA». Sein Kampagnenhelfer erklärte später, das habe sich explizit auf alle einreisenden Muslime bezogen.

Mehrheitlich private Aktionäre

Royal Jordanian besitzt eine Flotte von 27 Flugzeuge. Damit bedient sie 53 Ziele in 35 Ländern. In den USA bedient sie Chicago, Detroit und New York. Die Fluggesellschaft ist börsennotiert. Der Staat besitzt 26 Prozent der Anteile, die staatsnahen Institutionen Jordan Social Security Corporation 10 Prozent and  Jordan Armed Forces Fund 6 Prozent. Jordanien ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Nahen Osten.



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