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Grosser Vogel auf kleinen Flughäfen

Die Frachtversion der neuen Boeing 747-8 ist beliebt - stellt kleine Cargoflughäfen aber vor grosse Probleme.

Boeing

Boeing 747-8F: Vor allem bei Frachunternehmen beliebt.

Der Airbus A380 ist gross – die Boeing 747-8 ist grösser. Mit 76,4 Metern Länge übertrumpft der amerikanische Jet den europäischen Rivalen mit seinen 73 Metern. Und während die A380 vor allem für Passagierflüge gebraucht wird, ist die neue Version des Jumbo-Jets hauptsächlich bei Frachtgesellschaften beliebt. 107 Bestellungen hat Boeing bisher insgesamt erhalten, 70 Prozent davon entfallen auf die Frachtversion 747-8F. Sie absolvierte in den letzten Monaten bereits erfolgreich erste Testflüge und brachte dabei ein Startgewicht von 455 Tonnen auf die Waage.

Genau die Beliebtheit bei Frachtanbietern kombiniert mit der Grösse stellt einige Flughäfen auf die Probe, sie nicht zu den ganz grossen der Welt gehören – aber zu den grössten im Cargo-Geschäft. Denn auf so grosse Jets wie die Boeing 747-8F waren sie bislang nicht eingestellt. In den USA wollen etwa die Airports von Toledo (Ohio), Rockford (Illinois) und Huntsville (Alabama) die 7478-F. Sie haben die Federal Aviation Administration ersucht, den neuen Frachtjumbo empfangen zu können. Dahinter steht eine knallharte wirtschaftliche Überlegung: Das Frachtgeschäft wächst weltweit schneller als das Passagierbusiness. Und es läuft nicht nur über die Metropolen. So gehören etwa Memphis (Tennessee), Anchorage (Alaska), Huntsville (Kentucky) zu den zehn grössten Frachtflughäfen der Welt. Es sind Orte, welche internationale Passagierjets kaum je anfliegen.

Zu den Bestellern der 747-8F gehören etwa die amerikanische Atlas Air, die unter anderem nach Toledo fliegt. Geordert haben auch Emirates Cargo (auch sie fliegt nach Toledo) oder die luxemburgische Cargolux, welche Huntsville ansteuert.



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