Qatar kommt: Die saudische Lowcost-Airline Nas Air muss sich auf Konkurrenz in der Heimat einstellen.

Qatar zielt auf Saudi-Arabien

Der Expansionshunger treibt die Airline ins Nachbarland. Dort will Qatar eine eigene Tochter gründen.

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Akbar Al Baker schielt nach Westen. Im Nachbarland Saudi-Arabien schlummert ein Potenzial von rund 27 Millionen Passagieren. Und das wurde bsilang völlig vernachlässigt, findet zumindest der Chef der stark wachsenden Fluggesellschaft Qatar Airways. Er spricht gar von einer «Unterversorgung». Aus diesem Grund traf sich der Qatar-Lenker mit dem saudischen Prinzen Fahad bin Abdullah Al Saud. Sie wollen gemeinsam klären, wie Qatar Airways in den Nachbarmarkt einsteigen könnte.

Interesse an der Ankunft eines neuen Konkurrenten haben beide Seiten. Qatar kann auf diese Weise einen neuen, lukrativen Markt erschließen. Saudi-Arabien sucht seit längerem weitere Investoren und Airlines, um den stark wachsenden Inlandverkehr auszubauen und zu verbessern. Das Land pumpt in den nächsten Jahren massiv Geld in die Luftfahrt. Qatar plant im Rahmen dieses Ausbaus, eine neue Airline für den saudischen Inlandverkehr zu gründen

Politik behinderte das Wachstum

Heute bedienen im Königreich Saudi-Arabien hauptsächlich die Nationalairline Saudia sowie die eigene Billigfluggesellschaft Nas Air die Inlandrouten - allerdings ungenügend. Ein weiterer Lowcost-Anbieter, Sama Airlines, ging 2010 pleite. Ausländische Airlines sind auf den Strecken innerhalb Saudi Arabiens nicht erlaubt. Zudem beklagen sich die Fluggesellschaften über völlig überteuerte Flughafengebühren und Kerosinpreise. Hinderlich ist gemäß Experten auch, dass die Regierung eine Obergrenze für die Tarife der Inlandverbindungen festsetzte. Das Königreich kündigte an, die seit langem versprochene Liberalisierung nun wirklich umzusetzen. Der Entscheid, ob ausländische Gesellschaften wie Qatar eine Lizenz für den Inlandverkehr erhalten, wurde für September in Aussicht gestellt.

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