Airbus A330-300 von Qantas: Seltener Software-Fehler.

Beinahe-Crash wegen Computerfehler

Gleich zweimal setzte ein Airbus von Qantas zum Sturzflug an. Schuld war offenbar die Software im Cockpit.

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Für die Passagiere des Airbus A330 von Qantas war es ein Horror-Trip. Sie waren auf dem Weg von Singapur nach Perth, als die Maschine in rund 11'300 Metern plötzlich zum Sturzflug ansetzte. 210 Meter sank der Flieger in 23 Sekunden, fing sich dann aber wieder. Doch bereits zwei Minuten später ging sie in den Stuzrflug über. Dieses Mal sank das Flugzeug 122 Meter in 15 Sekunden. Wer nicht angeschnallt war, wurde durch die Kabine geschleudert und knallte an die Decke. 119 Menschen wurden bei dem Zwischenfall verletzt, 50 davon mussten nach der Notlandung im australischen Learmouth ins Krankenhaus, wie Australian Aviation berichtet.

Der Vorfall ereignete sich schon im Oktober 2008, jetzt hat die australische Ermittlungsbehörde den Abschlussbericht vorgelegt. Daraus geht hervor: Schuld an dem Desaster war offenbar ein seltener Computerfehler. Der Algorhitmus, der den Anstellwinkel des Fliegers berechnet, wurde offenbar innerhalb kürzerer Zeit mehrfach mit falschen Daten gefüttert. Normalerweise kann die Software laut dem Bericht mit solchen fehlerhaften Daten, so genannten Spikes, umgehen. In diesem Fall trafen aber in kurzen Intervallen von etwas mehr als einer Sekunde mehrfach solche Daten ein, was die falsche Berechnung zur Folge hatte.

Ein Einzelfall

Laut der Behörde war das der erste und einzige Fall in über 28 Millionen Flugstunden mit A330- und A340-Fliegern, in dem ein solcher Softwarefehler einen Zwischenfall verursachte. Es sei «sehr unwahrscheinlich, dass sich etwas ähnliches wieder ereignet». Auch habe der Flugzeugbauer den Algorhitmus so angepasst, dass es nicht noch einmal vorkomme. Auch hat der Zwischenfall dazu geführt, dass Airbus alle seine A330 und A340-Jets einer genauen Untersuchung unterzog. Wie genau es dazu kam, dass der Computer mit falschen Daten gefüttert wurde, ist aber weiter nicht bekannt. Ein seltener interner oder externer Faktor habe dazu geführt. Dass es an einem Mobiltelefon oder einem anderen elektronischen Gerät gelegen habe, sei aber unwahrscheinlich, so Behördenchef Martin Dolan gegenüber dem australischen Portal news.com.

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