Privatflugzeug: Es gibt viele Wege zum fliegerischen Glück.

Selber fliegenAeroclub oder Flugschule?

Es ist die wohl schwierigste Frage eines Privatpiloten: Wähle ich für mein Hobby einen Luftsportverein oder doch lieber eine Flugschule? Die Vor- und Nachteile.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Natürlich möchte niemand mehr Geld als nötig für seinen Pilotenschein ausgeben. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch andere, wichtige Faktoren, die man bei dieser Entscheidung mit einwirken lassen sollte. Mag ich es eher gemeinschaftlich? Möchte ich mich einbringen und beim Pflegen und Warten der Flugzeuge helfen oder es lieber nach dem entspannten Mietwagen-Prinzip machen: Vorflugkontrolle, Einsteigen, Abflug. Hierbei bieten, stark verallgemeinert, der Aero Club und die Flugschule jeweils zwei völlig differenzierte Modelle an.

Fangen wir an mit dem Aeroclub. Wie der Name schon sagt, ist der Club vor allem eines: ein gemeinnütziger Verein. Das Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern Menschen mit der gleichen Leidenschaft unter einem Dach zu vereinen. In einem Verein kann man ein Flugzeug meist deutlich günstiger mieten, als in einer Flugschule.

Auch der Club kann teuer sein

Klingt verlockend, oder? Nicht ganz. Denn selbst mit einem deutlich geringeren Stundenpreis können Mitgliedschaftsgebühr und sogenannte Baustunden schnell die Kostenersparnis wett machen. Um in den Genuss der Privilegien eines Vereines zu kommen, muss man nämlich meistens Arbeitszeit ins Vereinsleben einfließen lassen. Das kann auf vielfältige Art und Weise geschehen: Hilfe beim Reinigen der Flugzeuge, Wartungsarbeit, Verwaltungsaufgaben und vieles mehr. Natürlich alles in einem kollegialen Umfeld, also eine super Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und seinem Hobby nachzugehen.

Ein völlig gegensätzliches Szenario stellt die Flugschule dar. In der Regel kennt man zwar ein paar seiner Kollegen, verbringt aber eigentlich nicht viel Zeit mit ihnen außerhalb des typischen Smalltalks. Der Unterschied ist klar: man mietet ein Flugzeug zwar zu einem höheren Preis an, hat aber dann «alles inklusive». Die Reinigung, Wartung, teils sogar das Bereitstellen des Flugzeuges, sodass man es nicht einmal mehr selbst aus dem Hangar ziehen muss.

Gewisse Gemeinsamkeiten

Natürlich bieten auch Flugschulen spannende Veranstaltungen an und versuchen, ihre Piloten zu einem regen Austausch zu bewegen. Des Weiteren gibt es sogar teils Paralellen zu Luftsportvereinen. Man kann seine Zeit in die Pflege der Flugzeuge und Verwaltung des Flugschul-Alltags mit einfließen lassen und bekommt im Gegenzug die Flugstunden reduziert. Win-Win für beide Seiten, ganz ähnlich wie im Aeroclub.

Nun kann man an beiden Seiten Vorteile ausmachen. Nachteile gibt es keine wirklichen. Hier ist einfach der persönliche Typ gefragt. Für jene, die das Vereinsleben genießen, kann man nur den Verein empfehlen. Ist man allerdings nicht so engagiert oder mag es schlicht, wie ein Kunde bei einer Autovermietung behandelt zu werden, ist die Flugschule ideal. Manche Piloten sind sogar beides, an unterschiedlichen Flugplätzen.

Einfach mal probieren

Es gibt übrigens nicht nur Flugschulen und Vereine. Auch viele Privatpersonen vermieten (mehrere) Flugzeuge. Hier kann man ebenfalls von guten Konditionen profitieren. Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Man sollte es ausprobieren. Es wird immer wieder zu Tagen der offenen Tür bei Vereinen und Vermietern eingeladen. An Wochenenden kann man einfach herein spazieren und das Gespräch suchen.

Innerhalb kürzester Zeit wird gemerkt, für welche Art von Institution man geschaffen ist. Also: probieren Sie es aus und besuchen Sie Ihren örtlichen Aeroclub oder die Flugschule.

Lars Klein ist freier Kolumnist von aeroTELEGRAPH. Er ist Mitgründer der Mitflugzentrale Wingly. Privatpiloten werden mit Gästen vernetzt, um Leidenschaft aber auch die Kosten des Fliegens zu teilen. Heute fliegt Klein regelmäßig in der Cessna (mit) durch Europa. Vorher war er weltweit als selbstständiger Web-Dienstleister tätig. Die Meinung der freien Kolumnisten muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies