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Powdair findet Partnerin in Dänemark

Die neue Airline für Skitouristen wollte mit einer Schweizer Fluglinie zusammenarbeiten. Doch die Verhandlungen platzten. Nun wählte Powdair eine kleine dänische Fluglinie.

Powdair

So sieht sich Powdair: Die Fluggesellschaft besitzt aber noch keine eigenen Flieger.

Eigentlich wollte das Management von Powdair auf eine lokale Partnerin setzen. Es klopfte deshalb bei Skywork Airlines an. Die Schweizer Regionalfluglinie hätte die Flüge vom Flughafen Sion zu acht europäischen Zielen durchführen sollen, bis die neue Fluggesellschaft selbst ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder kurz AOC) besitzt.

«Wir haben mit Powdair verhandelt», bestätigt Skywork-Chef Martin Inäbnit. Die Schweizer kümmerten sich zusammen mit der neuen Fluggesellschaft für Skitouristen auch gleich um die nötigen Slots, Zeitfenster für Start- und Landungen an den anvisierten Flughäfen. Schließlich soll der Flugbetrieb bereits am 14. Dezember aufgenommen werden. Die neuen Strecken wurden zudem bei Skywork auf der Internetseite aufgeschaltet.

Mit Bombardier CRJ200

Doch dann gab es plötzlich Probleme. «Die gemeinsame Roadmap wurde von unser Seite wie vorgegeben eingehalten. Irgendwann hielt Powdair aber die verbindlich vereinbarten Termine nicht mehr ein», erzählt Inäbnit. Und so wurde es zwischen den beiden Gesprächspartnern still. Powdair erklärt, es seien «lange und schwierige Gespräche gewesen». Man habe dabei die Bereitstellung eines Flugzeuges in der «richtigen Konfiguration verlangt», so ein Sprecher. Skywork habe das aber nicht geschafft.

Nun hat Powdair Ersatz gefunden. Backbone Aviation wird die Flüge durchführen, wie Powdair am Dienstag (25. Juli) meldete. Die kleine dänische Charterfluggesellschaft stellt dafür zwei ihrer drei Bombardier CRJ200 mit 50 Plätzen ab. Die Ticketverkäufe liefen über Erwarten gut, so Powdair. Einige Flüge seien bereits ausverkauft.

Anonyme Aktionäre

Die neue Fluggesellschaft will im Winter Skitouristen aus Großbritannien in die Schweizer Alpen fliegen. Geplant sind Verbindungen ab Bristol, Edinburgh, London Luton, London Southend, Manchester und Southampton sowie von Antwerpen und Hamburg nach Sion.

Von dort aus sind Ferienorte wie Zermatt in rund einer Stunde zu erreichen. Gegenüber der Anreise via Genf sparen die Passagiere rund zwei Stunden. Wer hinter Powdair steckt, ist nicht bekannt. Die Aktionäre seien Skifans, erklärt ein Sprecher, wollten aber anonym bleiben. Gegründet haben das Unternehmen ein britischer Mountainbike-Unternehmer und ein Pilot.



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