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Absturz in Kolumbien

Pilot meldete vor Landung Treibstoffmangel

Schon kurz nach dem Absturz einer Avro RJ85 von Lamia gibt es erste Theorien, warum der Unfall geschah. Die lassen die Airline nicht gut aussehen.

Es ist ein sehr weiter Flug für eine Avro RJ85. 3000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Santa Cruz de la Sierra und Medellin. Nonstop ist das nur mit Zusatztanks und verringerter Ladung knapp zu schaffen. Vorgesehen war deshalb, dass das Flugzeug der bolivianischen Chartergesellschaft Lamia auf Flug LMI2933 bei einer absehbaren Knappheit in Bogota zwischenlandet, um neues Kerosin zu tanken.

Doch das passierte nicht, wie der Chef von Lamia am Mittwoch (30. November) erklärte. Das scheint fatale Folgen gehabt zu haben. Als sich der Pilot 8,2 Meilen oder rund 15,1 Kilometer vor dem Aeropuerto Internacional José María Córdova von Rionegro bei Medellín bei den Lotsen im Kontrollturm meldete, sprach er von einem «totalen Ausfall der Elektronik», und davon, keinen Treibstoff mehr zu haben. Das zeigen Aufnahmen des Funkverkehrs, die ein kolumbianischer Radiosender veröffentlichte.

Rasches Absinken

Das Flugzeug befand sich zum Zeitpunkt des Funkspruchs auf einer Höhe von 9000 Fuß oder 2700 Metern. Kurze Zeit ist die Avro RJ85 abgestürzt. Die überlebende Flugbegleiterin sprach von einem raschen Absinken und einem harten Aufprall. 71 Menschen starben beim Unfall, darunter fast die ganze Mannschaft und der Stab der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense.



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