Cockpit einer Boeing 747-400: Der Pilot hatte schlimme Gedanken.

Fall bei British AirwaysPilot wollte Jumbo abstürzen lassen

Ein Pilot von British Airways wollte vor fünf Jahren mit seiner Boeing 747 absichtlich abstürzen, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Angehörige sehen Parallelen zu Germanwings und klagen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der Kopilot von Unglücksflug 4U9525 hatte offenbar panische Angst davor, seine Lizenz zu verlieren. Momentan gelte die Furcht, wegen medizinischen Problemen die Flugtauglichkeit zu verlieren, als Hauptmotiv für den mutmaßlich bewusst herbeigeführten Absturz des Airbus A320 von Germanwings, so ein Ermittler zur Zeitung Bild. Der 27-Jährige habe deshalb eine Auszeit verlangen wollen, so das Blatt weiter. Schon früher war der Kopilot gemäß der Staatsanwaltschaft Düsseldorf «über einen längeren Zeitraum mit vermerkter Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung». Später wurde diese aber als geheilt betrachtet. In ärztlicher Behandlung blieb der Mann aber bis zuletzt.

Die Hinterbliebenen einer 2010 getöteten Britin erinnert das schmerzhaft an das, was sie vor fünf Jahren erlebten. Die Frau war mit einem Piloten von British Airways verheiratet. Ihr Mann fühlte sich seit längerem gestresst und teilte dies auch seinen Chefs bei der Fluggesellschaft mit, so die Zeitung Daily Mail. Doch die Vorgesetzten verfolgten das Problem nicht weiter. Später tötete der Pilot seine Frau und begrub sie in einem Park. Am nächsten Tag hätte er mit einer Boeing 747-400 nach Lagos in Nigeria fliegen sollen.

«Ich wollte ein Statement machen»

Im Gerichtsverfahren offenbarte der Täter später, dass er sich überlegt hatte, nicht nur sein Leben zu beenden. «Ich dachte, wenn ich zur Arbeit gehe, könnte ich einen Flieger abstürzen lassen» sagte er gemäß Daily Mail. «Ich könnte das Flugzeug nach Lagos fliegen und es dort crashen oder mich dort im Hotel aufhängen. Ich wollte ein Statement machen.» Für die Hinterbliebenen der ermordeten Ehefrau zeigt der Germanwings-Fall, dass Fluglinien nichts aus ihrem Beispiel gelernt hätten. Es habe Warnsignale gegeben. Doch die seien ignoriert worden.

Auch beim Absturz von Flug 4U9525 gibt es Kritik an der Airline. Sie habe den wahren Gesundheitszustand zuwenig geprüft. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vergangene Woche erklärt, der Kopilot sei zu «100 Prozent flugtauglich» gewesen. Er habe eine gültige Lizenz und eine gültige Tauglichkeitsbescheinigung besessen. Unter dem Licht der neuesten Erkenntnisse über verheimlichte Krankheiten würde man diese Aussage jedoch vielleicht heute relativieren, so die Lufthansa inzwischen zu Bild.

Schule des Kopiloten wusste von Depression

Man habe weitere Akten an die Staatsanwaltschaft übergeben, so die Lufthansa. Darunter auch eine E-Mail-Korrespondenz des Kopiloten mit der Verkehrsfliegerschule. Darin habe er 2009 im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Ausbildung nach einem längeren Unterbruch durch Übersendung medizinischer Unterlagen über eine «abgeklungene schwere depressive Episode» informiert.

Auch in den USA ist das Thema Depression bei Piloten nun ein Thema. Ein Flugkapitän von Jetblue hatte 2012 einen Nervenzusammenbruch über den Wolken. Er rannte schreiend durch den Gang des Flugzeuges. Nun verklagt er seinen ehemaligen Arbeitgeber. Er sei nicht daran gehindert worden, zu fliegen.

Mehr zum Thema

british airways airbus a380 landing london heathrow-ref42999

So baut British Airways die Kabinen ihrer Airbus A380 um

ticker-british-airways

British Airways bietet neue Avios-Only-Flüge ab London City an

Abfallendes Rad: Das Flugzeug flog ohne Probleme bis ans Ziel in London.

Airbus A350 von British Airways verliert beim Start in Las Vegas ein Rad

Embraer E190 von British Airways: Reisende mussten am 4. Januar acht Stunden in Amsterdam in dem Flugzeug ausharren.

Reisende müssen acht Stunden in einer Embraer E190 ausharren - am Boden

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack