Bei Start und Landung sind die «tail strikes» passiert.

Pannenserie bei Spicejet

Die indischen Behörden legen eine B737 der Airline still - weil sie vier Mal in den genau gleichen Zwischenfall verwickelt war.

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Am 19. Juli ist es wieder passiert. Die Boeing 737-900 ER mit der Registrationsnummer VT-SPU landete am Flughafen Guwahati. Beim Aufsetzen touchierte die etwas mehr als dreijährige Maschine mit dem Heck die Piste. Im Branchenjargon spricht man von «tail-strike». Das Directorate General of Civil Aviation - die indische Flugsicherheitsbehörde - verhängte darauf eine Flugsperre für das Flugzeug und den Piloten von Spicejet, wie die Zeitung Hindustan Times berichtet.

Die Massnahme der Flugaufseher kommt nicht völlig aus dem Nichts. Dieselbe Spicejet-Maschine hatte zuvor bereits drei Mal das gleiche Problem. Am 7. und 19 Februar trat das Phänomen bei Landungen in Bagdogra und Delhi auf, am 12. August in Bangalore. «Eine Serie von tail-strikes ist ein untrügerisches Zeichen, dass etwas bei der Ausbilung nicht stimmt», erklärte Mohan Ranganathan vom Directorate General of Civil Aviation der Hindustan Times. Aber auch die Massnahmen, die nach einem solchen Ereignis ergriffen werden müssten, seien offenbar nicht so wie sie sein sollten.

Alles nur Einzelfälle

Der Billigflieger Spicejet erklärte, das Flugzeug habe seit seiner Zulassung im Dezember 2007 rund 6000 Flüge absolviert. Die Vorkommnisse seien daher Einzelfälle. Man unternehme jedoch alles Machbare für die Sicherheit und stelle sicher, dass sie künftig nicht mehr vorkämen. Spicejet wurde 2005 gegründet und betreibt heute eine Flotte von 30 Flugzeugen des Typs Boeing B737. Die Fluggesellschaft zählt rund 2500 Mitarbeitende.

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