Jet von Air France und Laboraffe: Bald nicht mehr kombinierbar.

Air France und Egypt Air steigen ausNur noch eine Fluggesellschaft transportiert Laboraffen

Tierschützer übten erfolgreich Druck auf Air France und Egypt Air aus. Die Airlines fliegen künftig keine Affen mehr in Labore. Jetzt steht noch eine letzte Airline in der Kritik.

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«Eingezwängt in winzige Holzkisten müssen sie in den dunklen Frachträumen von Passagiermaschinen Todesängste ausstehen», schreibt die Tierschutzorganisation Peta. Nach ihrer Ankunft würden sie beispielsweise ins berüchtigte amerikanische Tierversuchslabor SNBL gebracht. Dort würden sie eingesperrt und müssten «ihr Leben in grausigen Experimenten lassen.»

Es geht um Affen, die von Fluggesellschaften zu Versuchslaboren gebracht werden. Viele der Tiere seien Wildfänge. Große Airlines  wie Lufthansa, United, China Southern, Delta, Cathay Pacific, Air China und British Airways würden längst keine Primaten mehr transportieren, die für Versuchszwecke bestimmt seien, so Peta.

Auch Egypt Air verzichtet auf Affen

Nur Air France hielt als letzten große Fluglinie an dem Geschäft fest. Anfang Juli meldeten die Tierschützer aber, auch die französische Airline habe nach jahrelangem Druck endlich angekündigt, den Transport von Affen in Tierversuchslabore endgültig einzustellen. Der Stopp gelte ab dem Auslaufen des aktuellen Vertrags.

Als nächste Fluggesellschaft nahmen Peta und andere Tierschutzorganisatoren Egypt Air ins Visier. Dabei protestieren sie nicht nur öffentlich und bombardierten die Airline mit Mails und Anrufen, sondern wandten sich auch an die Crews. Laut Peta-Informationen hat die ägyptische Fluggesellschaft alleine seit März 2022 bis zu 5000 Makaken in die USA geflogen.

Auch Gefahr für Menschen

Auch hier setzten sich die Tierschützer durch. Am 8. August teilte Peta mit, ein hochrangiger Egypt-Air-Manager habe in einer E-Mail an die Organisation ankündigt, dass die Fluggesellschaft künftig keine Affen mehr in Labore transportieren wird.

Peta argumentiert zum einen mit dem Leid der Tiere, das sogar unnötig sei in einer Zeit, in der menschliche Mini-Organe auf Mikrochips gezüchtet werden könnten. Die Organisation verweist zum anderen darauf, dass vom Transport Gefahr für Menschen ausgehen kann.

Affen entkamen

So verunglückte im Januar im US-Bundesstaat Pennsylvania ein Lkw. Das Fahrzeug transportierte Affen, die zuvor mit Kenya Airways ins Land gelangt waren. Rund hundert Tiere entkamen und mache hatten Kontakt zu Menschen.

Laut Peta hatten die Affen noch keine Quarantäne durchlaufen und ihr Gesundheitszustand war unklar. Auch Kenya Airways verzichtet seit dem Vorfall auf den Transport von Affen in Labore.

Jetzt Wamos Air im Visier

Mittlerweile führen die Tierschützer nur noch eine Airline auf, die Affen für Versuche in Labore bringt: Wamos Air. Laut Peta soll die die spanische Charterfluggesellschaft im vergangenen Herbst mit einem Flug 720 Makaken von Kambodscha mit mindestens einem Zwischenstopp nach Houston gebracht haben, wobei nicht alle Tiere die Reise überlebten.

aeroTELEGRAPH fragte Wamos Air schriftlich, was sie zu den Vorwürfen der Tierschützer sagt. Bis zum Erscheinen dieses Artikel lag keine Antwort vor.

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