Jet von Air France und Laboraffe: Bald nicht mehr kombinierbar.

Air France und Egypt Air steigen ausNur noch eine Fluggesellschaft transportiert Laboraffen

Tierschützer übten erfolgreich Druck auf Air France und Egypt Air aus. Die Airlines fliegen künftig keine Affen mehr in Labore. Jetzt steht noch eine letzte Airline in der Kritik.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

«Eingezwängt in winzige Holzkisten müssen sie in den dunklen Frachträumen von Passagiermaschinen Todesängste ausstehen», schreibt die Tierschutzorganisation Peta. Nach ihrer Ankunft würden sie beispielsweise ins berüchtigte amerikanische Tierversuchslabor SNBL gebracht. Dort würden sie eingesperrt und müssten «ihr Leben in grausigen Experimenten lassen.»

Es geht um Affen, die von Fluggesellschaften zu Versuchslaboren gebracht werden. Viele der Tiere seien Wildfänge. Große Airlines  wie Lufthansa, United, China Southern, Delta, Cathay Pacific, Air China und British Airways würden längst keine Primaten mehr transportieren, die für Versuchszwecke bestimmt seien, so Peta.

Auch Egypt Air verzichtet auf Affen

Nur Air France hielt als letzten große Fluglinie an dem Geschäft fest. Anfang Juli meldeten die Tierschützer aber, auch die französische Airline habe nach jahrelangem Druck endlich angekündigt, den Transport von Affen in Tierversuchslabore endgültig einzustellen. Der Stopp gelte ab dem Auslaufen des aktuellen Vertrags.

Als nächste Fluggesellschaft nahmen Peta und andere Tierschutzorganisatoren Egypt Air ins Visier. Dabei protestieren sie nicht nur öffentlich und bombardierten die Airline mit Mails und Anrufen, sondern wandten sich auch an die Crews. Laut Peta-Informationen hat die ägyptische Fluggesellschaft alleine seit März 2022 bis zu 5000 Makaken in die USA geflogen.

Auch Gefahr für Menschen

Auch hier setzten sich die Tierschützer durch. Am 8. August teilte Peta mit, ein hochrangiger Egypt-Air-Manager habe in einer E-Mail an die Organisation ankündigt, dass die Fluggesellschaft künftig keine Affen mehr in Labore transportieren wird.

Peta argumentiert zum einen mit dem Leid der Tiere, das sogar unnötig sei in einer Zeit, in der menschliche Mini-Organe auf Mikrochips gezüchtet werden könnten. Die Organisation verweist zum anderen darauf, dass vom Transport Gefahr für Menschen ausgehen kann.

Affen entkamen

So verunglückte im Januar im US-Bundesstaat Pennsylvania ein Lkw. Das Fahrzeug transportierte Affen, die zuvor mit Kenya Airways ins Land gelangt waren. Rund hundert Tiere entkamen und mache hatten Kontakt zu Menschen.

Laut Peta hatten die Affen noch keine Quarantäne durchlaufen und ihr Gesundheitszustand war unklar. Auch Kenya Airways verzichtet seit dem Vorfall auf den Transport von Affen in Labore.

Jetzt Wamos Air im Visier

Mittlerweile führen die Tierschützer nur noch eine Airline auf, die Affen für Versuche in Labore bringt: Wamos Air. Laut Peta soll die die spanische Charterfluggesellschaft im vergangenen Herbst mit einem Flug 720 Makaken von Kambodscha mit mindestens einem Zwischenstopp nach Houston gebracht haben, wobei nicht alle Tiere die Reise überlebten.

aeroTELEGRAPH fragte Wamos Air schriftlich, was sie zu den Vorwürfen der Tierschützer sagt. Bis zum Erscheinen dieses Artikel lag keine Antwort vor.

Mehr zum Thema

Geflüchtete Affen: Sie mussten eingeschläfert werden.

Kenya Airways setzt Laboraffen auf No-Fly-List

Ein Hocker, der aus einem Elefantenfuß hergestellt wurde, und eine ausgestopfte Raubkatze: Der Zoll am Frankfurter Flughafen unterhält einen Raum, ...

Wenn Schmuggler lebende Tiere in Koffer quetschen

ticker-air-france

Air France eröffnet 2026 neue Lounge in London-Heathrow

ticker-air-france

Air France: 50. Airbus A220 und 40. A350

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack