Flugplatz NeuhardenbergEhemaliger Mig-Stützpunkt soll BER-Alternative werden

Im östlichen Brandenburg liegt ein ehemaliger Stützpunkt der DDR-Armee. Der kleine Flughafen Neuhardenberg will wachsen und Ergänzung zum Hauptstadtflughafen BER werden.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Lärm von Überschalljägern ist in Neuhardenberg seit Langen nicht mehr zu hören. Zu Zeiten der DDR starteten und landeten am Flughafen im kleinen Ort in Ostbrandenburg noch regelmäßig laute Kampfjets des Jagdfliegergeschwaders 8 wie etwa Mig 21. Nach der Auflösung der Nationalen Volksarmee Anfang der 1990er-Jahre verschwanden sie. Die etwa 2400 Meter lange Startbahn ist geblieben.

Die Piste wird jetzt von kleineren Motorflugzeugen und Sportfliegern genutzt. Dass keine großen Passagierjets auf dem mittlerweile als Sonderlandeplatz eingestuften Flughafen Neuhardenberg landen, ist in den Augen des Flughafenbetreibers und der Industriehandelskammer Ostbrandenburg ein verschenktes Potenzial. Beide sehen den Airport mit Icao-Code EDON als eine wichtige Ergänzung zum künftigen Hauptstadtflughafen, der in etwas mehr als 50 Kilometer Entfernung entsteht. Neuhardenberg soll Ausweichlandeplatz werden und vielleicht auch mal Linien- und Pauschalreiseverkehr aufnehmen, wenn der große BER überlastet ist.

Erster Passagierflieger

Vergangene Woche versuchte Neuhardenberg sein Potenzial mit einer Premiere zu beweisen. Ein Airbus A320 von Sundair führte drei Rundflüge ab dem Airport durch, die etwa 45 Minuten dauerten. Die Flüge sollten vor allem beweisen, dass der Flugplatz problemlos größere Verkehrsflugzeuge aufnehmen kann.

Konkurrenz zum BER soll Neuhardenberg nicht sein. Viel mehr sehen die Betreiber den Flugplatz als Ausweichalternative für den neuen Hauptstadtflughafen bei Überkapazitäten oder schlechtem Wetter. Die Industriekammer sieht laut ihrer Webseite auch Chancen für Rettungsflüge und Organstranporte. Zudem fordert sie die «Evaluation der möglichen Kapazitäten nach der Eröffnung des BER auch für den Linien- und Pauschalreiseverkehr». Insgesamt versprechen beide Parteien, mit einem Ausbau des Flugplatzes die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Infrastruktur noch unzureichend

Damit der Flugplatz in Neuhardenberg diese Rolle überhaupt einnehmen kann, fehlt aber mehr als nur der entsprechende Status als Verkehrslandeplatz. Er besitzt noch kein Instrumentenlandesystem, bei Landungen sind Flugzeuge bislang auf gute Sicht angewiesen. Besonders für die angedachte Rolle als Schlechtwetter-Alternative zum BER ist das ein Manko, das behoben werden muss. Darum fordern der Flughafen Neuhardenberg und die IHK Ostbrandenburg gemeinsam schnellere Genehmigungsverfahren sowie generell auch die Erlaubnis der Behörden, ein Instrumentenlandesystem installieren zu dürfen.

Mehr zum Thema

Das Billigflugterminal des BER nimmt Form an

Flughafen Berlin Brandenburg: In zwei Jahren soll es definitiv losgehen.

Verbessertes Verkehrskonzept soll BER staufrei halten

Tegel entsteht als Folge der sowjetischen Blockade West-Berlins. 1948 baut die französische Besatzungsmacht mit US-amerikanischen Spezialisten und deutschen Arbeitskräften in 90 Tagen einen neuen Flugplatz. Er hat mit 2428 Metern die damals längste Start- und Landebahn Europas. Das Flugfeld hilft bei der Versorgung der Stadt.

Berliner Flughafen nach drei Monaten fertig

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin