Flugplatz NeuhardenbergEhemaliger Mig-Stützpunkt soll BER-Alternative werden

Im östlichen Brandenburg liegt ein ehemaliger Stützpunkt der DDR-Armee. Der kleine Flughafen Neuhardenberg will wachsen und Ergänzung zum Hauptstadtflughafen BER werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lärm von Überschalljägern ist in Neuhardenberg seit Langen nicht mehr zu hören. Zu Zeiten der DDR starteten und landeten am Flughafen im kleinen Ort in Ostbrandenburg noch regelmäßig laute Kampfjets des Jagdfliegergeschwaders 8 wie etwa Mig 21. Nach der Auflösung der Nationalen Volksarmee Anfang der 1990er-Jahre verschwanden sie. Die etwa 2400 Meter lange Startbahn ist geblieben.

Die Piste wird jetzt von kleineren Motorflugzeugen und Sportfliegern genutzt. Dass keine großen Passagierjets auf dem mittlerweile als Sonderlandeplatz eingestuften Flughafen Neuhardenberg landen, ist in den Augen des Flughafenbetreibers und der Industriehandelskammer Ostbrandenburg ein verschenktes Potenzial. Beide sehen den Airport mit Icao-Code EDON als eine wichtige Ergänzung zum künftigen Hauptstadtflughafen, der in etwas mehr als 50 Kilometer Entfernung entsteht. Neuhardenberg soll Ausweichlandeplatz werden und vielleicht auch mal Linien- und Pauschalreiseverkehr aufnehmen, wenn der große BER überlastet ist.

Erster Passagierflieger

Vergangene Woche versuchte Neuhardenberg sein Potenzial mit einer Premiere zu beweisen. Ein Airbus A320 von Sundair führte drei Rundflüge ab dem Airport durch, die etwa 45 Minuten dauerten. Die Flüge sollten vor allem beweisen, dass der Flugplatz problemlos größere Verkehrsflugzeuge aufnehmen kann.

Konkurrenz zum BER soll Neuhardenberg nicht sein. Viel mehr sehen die Betreiber den Flugplatz als Ausweichalternative für den neuen Hauptstadtflughafen bei Überkapazitäten oder schlechtem Wetter. Die Industriekammer sieht laut ihrer Webseite auch Chancen für Rettungsflüge und Organstranporte. Zudem fordert sie die «Evaluation der möglichen Kapazitäten nach der Eröffnung des BER auch für den Linien- und Pauschalreiseverkehr». Insgesamt versprechen beide Parteien, mit einem Ausbau des Flugplatzes die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Infrastruktur noch unzureichend

Damit der Flugplatz in Neuhardenberg diese Rolle überhaupt einnehmen kann, fehlt aber mehr als nur der entsprechende Status als Verkehrslandeplatz. Er besitzt noch kein Instrumentenlandesystem, bei Landungen sind Flugzeuge bislang auf gute Sicht angewiesen. Besonders für die angedachte Rolle als Schlechtwetter-Alternative zum BER ist das ein Manko, das behoben werden muss. Darum fordern der Flughafen Neuhardenberg und die IHK Ostbrandenburg gemeinsam schnellere Genehmigungsverfahren sowie generell auch die Erlaubnis der Behörden, ein Instrumentenlandesystem installieren zu dürfen.

Mehr zum Thema

Das Billigflugterminal des BER nimmt Form an

Flughafen Berlin Brandenburg: In zwei Jahren soll es definitiv losgehen.

Verbessertes Verkehrskonzept soll BER staufrei halten

Tegel entsteht als Folge der sowjetischen Blockade West-Berlins. 1948 baut die französische Besatzungsmacht mit US-amerikanischen Spezialisten und deutschen Arbeitskräften in 90 Tagen einen neuen Flugplatz. Er hat mit 2428 Metern die damals längste Start- und Landebahn Europas. Das Flugfeld hilft bei der Versorgung der Stadt.

Berliner Flughafen nach drei Monaten fertig

ticker-deutschland

Deutschland liegt im Winter bei 85 des Vorpandemieniveaus

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack