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Boeing: Megaorder aus China

Die neue Billigfluggesellschaft Jiu Yuan bestellt 50 Boeing 737. Eine Order bei Airbus hatte sie schon früher ausgeschlossen.

Boeing

Boeing 737 Max: Der Airbus A320 kam für Jiu Yuan nicht in Frage.

Eines stand für Jiu Yuan Airlines schon lange fest: Der Airbus A320 kommt nicht in Frage. Dies erklärte das Management schon im März ganz offen. Nun ist auch klar, für welchen Flugzeugtyp sich die neue chinesische Billigfluggesellschaft erwärmen konnte. Jiu Yuan ordert 50 Boeing 737 im Wert von 3,8 Milliarden Dollar nach Listenpreisen, wie der amerikanische Flugzeugbauer am Dienstag (13. Mai) mitteilte. Die Bestellung verteilt sich auf B737 NG und auf die neue B737 Max.

Jiu Yuan Airlines ist eine Tochtergesellschaft von Juneyao Airlines. Die neue Billigfluggesellschaft wird ihren Flugbetrieb noch dieses Jahr aufnehmen. In einer ersten Phase will sie sich auf die Region des Perlflussdeltas im Süden Chinas konzentrieren. Basis wird der Guangzhou Airport sein, der zweitgrößte Flughafen Chinas nach Peking.

Der Name bedeutet neun Yuan

Der Name ist bei Jiu Yuan Programm. Jiu Yuan steht für neun Yuan. Denn die Ticketpreise der Fluggesellschaft werden bei neun Yuan starten, umgerechnet 1,10 Euro. Erst kürzlich hatten Chinas Behörden Vorschriften zu Mindestpreisen aufgehoben und so den Weg zur Gründung von Billigfliegern in der Volksrepublik geebnet.

Der Entscheid von Jiu Yuan für Boeing dürfte in Toulouse nicht mit Freude aufgenommen worden sein. Denn die Muttergesellschaft Juneyao betreibt derzeit eine Flotte von 34 Fliegern aus der Airbus A320-Familie. Die Gefahr besteht, dass nun auch sie einmal zu Boeing wechseln könnte.



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