So sieht der Überschalljet aus, wenn er unterhalb der Schallgeschwindigkeit fliegt.

Wurfstern mit Passagieren

Die Nasa unterstützt Forscher finanziell, die an einem neuen Überschalljet für Passagierflüge arbeiten - einem ziemlich besonderen.

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Luftfahrt

Ein Überschalljet an sich ist heute kaum noch etwas besonderes. Immerhin gab es mit der Concorde bereits einmal ein Modell, das Passagiere transportierte. Forscher arbeiten heute aber auf der ganzen Welt daran, die Flieger wieder marktfähig zu machen. Seit dem Aus der britisch-französischen Maschine heben in der zivilen Luftfahrt keine vergleichbaren Jets mehr ab. Sie sind nicht effizient genug und der Knall, der bei Durchbrechen der Schallgrenze entsteht, ist an Flughäfen in Millionenmetropolen ebenfalls ein Problem. Für beides hat Professor Ge-Chen Zha von der University of Miami nun jedoch vielleicht eine Lösung gefunden. Zumindest glaubt auch die Nasa an seine Ideen und unterstützt seine Forschung finanziell.

«Ich will in den nächsten 20 bis 30 Jahren ein umweltfreundliches und effizientes Überschallflugzeug für den zivilen Transport bauen», lässt sich Zha in einer Pressemitteilung der Universität zitieren. Schaffen will er das mit einer Technik, die ziemlich abenteuerlich klingt. Sein Flugzeug sieht ein bisschen aus wie ein fliegender Wurfstern. Vier Tragflächen sollen eine Rotation des Jets während des Fluges ermöglichen. Die Triebwerke, die sich oben auf dem Flugzeug befinden, können sich je nach Flugmodus in die entsprechende Richtung bewegen.

Während des Flugs rotieren

Das sei das revolutionäre an seiner Idee, erklärt der Forscher. Denn bei Start und Landung bewegen sich auch Überschalljets in einem langsameren Tempo. Das setzt eine andere Aerodynamik voraus. Passagier- und Frachtflieger sind darum mit Rümpfen in Rohrform und Flügeln an der Seite gebaut, symmetrisch sind sie nur auf der Längsachse. Diese Form ist jedoch weniger effizient, wenn der Jet dann in den Überschallflug wechselt. Außerdem sei diese Form auch eine der Ursachen für den lauten Knall, der bei Erreichen der maximalen Geschwindigkeit entsteht.

Dadurch, dass der neue Jet von Ge-Chen Zha während des Fluges rotiert, umgeht er das Problem. Er ist symmetrisch an Quer- und Längsachse und kann die Form, je nach Flugphase daher in die gerade effizientere wechseln. Bevor er die Überschallgeschwindigkeit erreicht, würde sich durch die beweglichen Turbinen die Flugrichtung ändern. Für die Passagiere, so Ge-Chen Zha, würde sich das nicht unangenehm anfühlen. Die auf sie wirkende Schwerkraft wäre nicht stärker als bei Start und Landung. Und der Überschallknall wäre kaum zu hören. Ein effizienter Flugbetrieb sei dadurch endlich möglich.

Sehen Sie sich oben in der Bildergalerie an, wie der neue Flieger aussehen soll.

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