Flieger von Monarch in Gibraltar: Nicht immer waren es die eigenen Jets.

Großes Reinemachen bei Monarch

Die Fluggesellschaft erhielt in letzter Zeit immer mehr Beschwerden über den Zustand ihrer Jets. Nun nimmt sie das Problem in die Hand.

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Zum Teil wussten die Passagiere gar nicht, was sie erwartet. Gebucht hatten sie einen Monarch-Flug, doch schlussendlich stiegen sie in Flieger anderer Airlines, mit denen die britische Airline einen Wetlease-Vertrag eingegangen war. Und die machten alles andere als einen guten Eindruck. In Online-Foren und in den Medien beschwerten sich immer mehr Reisende über den desolaten Zustand der Jets, die im Auftrag von Monarch flogen. So auch Paul Weston. Statt wie erwartet mit einem Airbus A321 der britischen Fluggesellschaft die Reise von Brimingham nach Alicante anzutreten, wartete am Flughafen eine Boeing B737-400 der slowakischen Air Explore auf ihn und seine Frau, berichtet er der britischen Zeitung The Guardian. Und die Reise in diesem war dann alles andere als angenehm. Mit Klebeband habe man irgendetwas an den Fenstern provisorisch befestigt, der Sitz konnte nicht aufrecht gestellt werden.

Es war kein Einzelfall. In anderen Internetforen und auf der Facebook-Seite der Airline beschweren sich Passagiere über ein sehr schlechtes Englisch der Kabinencrew und über technische Probleme, die wiederholt zu Verspätungen führten. Was die Passagiere auch ärgert: Sie werden offenbar erst kurzfristig über die Nutzung des fremden Fliegers mit anderer Crew und Wartung informiert. Ein Reisender beschwert sich in einem Forum, dass man ihm erst zwei Tage zuvor in einer Email mitteilte, dass er nicht in ein Monarch-Flugzeug steigen würde.

In Briefen entschuldigt

Neben Air Explore hat Monarch auch Verträge mit Air Italy, Small Planet Airlines aus Litauen und mit der ebenfalls litauischen Aurela Airlines. Doch das Abkommen mit dieser Fluggesellschaft kündigte Monarch nach einem Zwischenfall am 21. September. Nach der Landung war der Jet über die Landebahn hinaus geschossen und im Gras stecken geblieben. Dieselbe Maschine hatte bereits vorher Probleme gemacht. Im August gab es technische Probleme mit einem Triebwerk. Wie die Zeitung Express and Star berichtet, konnten 140 Passagiere die Kanarischen Inseln zwei Tage lang nicht verlassen. Sie mussten in einem Hotel darauf warten, dass Ersatzteile für den Flieger gefunden wurden, der früher bei Delta und Condor im Einsatz war.

In einem Brief hatte Monarch sich bei den Passagieren entschuldigt und angekündigt, den Service zu verbessern. Und ein weiterer Brief bezog sich nun auch auf die anderen Wetlease-Verträge. Da es dazu gekommen sei, dass der Service an Bord nicht so gewesen sei, wie von Monarch gewohnt, habe man die nötigen Maßnahmen ergriffen, schrieb die Fluggesellschaft. Das bedeutet unter anderem, dass die betroffenen Flugzeuge eine Grundreinigung hinter sich haben. Auf einigen Flügen lässt Monarch auch eigene Flugbegleiter mitfliegen, die dafür sorgen sollen, dass der Service an Bord gewährleistet ist.

Lange Tradition

Monarch hat ihren Sitz in London Luton. Die Airline fliegt mit einer Flotte von 35 Airbus- und Boeing-Jets Ferienziele an. Nach einer massiven Erweiterung des Streckennetzes hatte sie begonnen, auf einigen Routen mit anderen Airlines zusammenzuarbeiten. Gegründet wurde Monarch 1960 mit Geldern der Schweizer Familie Mantegazza, die mit dem Unternehmen Group Voyagers im Reisegeschäft ihr Geld machte.

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