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Pleite nach 29 Jahren

Miami Air International fällt Corona-Krise zum Opfer

Die amerikanische Fluggesellschaft transportierte vor allem Sportteams. Das Geschäft kam in der Corona-Krsie zum Erliegen. Darum gibt Miami Air nach 29 Jahren auf.

Miami Air Interenational

Boeing 737 von Miami Air International: Hebt nicht mehr ab.

Bereits Ende März musste Miami Air International sich in Gläubigerschutz nach Chapter 11 retten. Die amerikanische Charterairline machte sich danach auf die Suche nach Investoren oder Käufern. Doch die blieb erfolglos.  Nach 29 Jahren ist sie deshalb offiziell am Ende.

Miami Air International gab die Liquidation bekannt. Am Freitag (8. Mai) wurden alle Mitarbeiter entlassen. Geschäftsführer Kurt Kamrad lobte in einem Schreiben an die Mitarbeiter noch einmal die Qualitäten der Angestellten. Die Mitarbeiter des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Mike Bloomberg hätten einmal gesagt, sie hätten sich umgehört. Für einen VIP-Einsatz sei Miami Air die einzige Fluggesellschaft, mit der man sprechen solle.

Noch diesen Monat Kranke transportiert

«Am Neujahrstag brauchte das Militär Hilfe bei der Verlegung von 4000 Soldaten in den Nahen Osten innerhalb von 72 Stunden, wen haben sie also angerufen? Miami Air, so Kamrad weiter. «Und erst in diesem Monat meldete sich Reva Air Ambulance bei uns, und innerhalb von 48 Stunden haben wir den ersten Passagierflugzeugtransport von infizierten Covid-Kranken durchgeführt.» Nun fiel die Airline selbst dem Virus zum Opfer.

Miami Air International flog mit ihren sechs Boeing 737-800 für Reiseunternehmen wie Tui und für Kreuzfahrtanbieter. Ein noch wichtigerer Umsatzbringer waren jedoch Flüge für Sportmannschaften. Die Dienste waren in der Corona-Krise einfach nicht mehr gefragt – trotz gutem Ruf.



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