Boeing 787-8 von British Airways: Die Fluglinie ist von der neuen Anweisung betroffen.

BlitzeinschlagMehr als 40 Löcher im Dreamliner

Eine Boeing 787 von British Airways wurde vom Blitz getroffen und wies danach Dutzende Löcher auf. Flugzeuge aus Verbundwerkstoffen müssen anders konstruiert werden als Flieger mit Metallrumpf, um Blitzen standzuhalten.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Es passierte vor sechs Wochen. Ein Dreamliner von British Airways geriet am 22. Juli gleich nach dem Start am Flughafen London Heathrow in ein Gewitter. Dabei wurde er vom Blitz getroffen. Die Piloten stellten danach keinerlei Probleme fest und flogen darum wie geplant nach Chennai weiter. Rund neun Stunden später landete die Boeing 787-8 von Flug BA35 in der indischen Stadt.

Am Boden entdeckten die Techniker jedoch mehr als 40 kleinste Löcher im Rumpf des Dreamliners, wie britische Medien berichteten. Das Flugzeug wurde deshalb in Chennai inspiziert, getestet und repariert und danach leer nach London überführt. Es konnte erst nach einer Woche wieder in Betrieb genommen werden. Es ist damit der bisher schwerste Schaden an einer Boeing 787 nach Blitzeinschlag.

Einschläge sind nicht selten

Blitzeinschläge sind in der Luftfahrt nicht ungewöhnlich. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat errechnet, dass jedes Flugzeug aller Fluglinien der USA mindestens ein Mal im Jahr vom Blitz getroffen wird. Die meisten Passagiere erleben das durch einen dumpfen Knall.

Das ist harmlos. Flugzeuge sind wie Autos Faradaysche Käfige. Wer sich im Innenraum befindet, ist durch den Blitz nicht gefährdet. Die Elektrizität trifft auf das Flugzeug, wird am metallenen Rumpf entlang geleitet, und verlässt den Flieger wieder. Nach innen dringt nichts. Zurück bleibt ein leicht zu reparierendes Löchlein.

Metallgeflecht im Rumpf

Bei moderneren Flugzeugen wie dem Dreamliner oder dem Airbus A350 ist das Ganze allerdings etwas komplizierter. Denn sie bestehen in weiten Teilen aus nicht leitenden Verbundwerkstoffen. Daher mussten sich die Ingenieure etwas einfallen lassen, um Blitze abzuleiten.

Boeing baute neben anderen, geheim gehaltenen Sicherungstechniken ein Metallgeflecht in den Rumpf ein. Dieses leitet die elektrischen Ströme ab. «Der Blitz sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes», erklärt ein Sprecher des Flugzeugherstellers. Die bisherigen Erfahrungen mit der Technik seien «herausragend».

Eigentlich billiger

Der Vorfall auf Flug BA35 ist deshalb eher die Ausnahme von der Regel, so zumindest verspricht Boeing. «Für die Mehrheit der Blitzeinschläge schlägt die 787 in puncto Schäden und Auswirkungen auf den Flugbetrieb Flugzeuge aus Metall», so der Sprecher. Mit anderen Worten: Es gibt kleinere Schäden und kleinere Unterbrüche. An den betroffenen Stellen müssen der Verbundwerkstoff und das Metallgeflecht ersetzt werden.

Bei British Airways wurde es aber teuer. Und das nicht wegen der hohen Anzahl der Löcher. Der Dreamliner konnte eine Woche lang keine Passagiere befördern. Man habe das betroffene Flugzeug zusammen mit Technikern von British Airways inspiziert. Die Schäden seien alle «minimal» und reparabel gewesen, heißt es bei Boeing dazu.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von British Airways: Reisende mussten am 4. Januar acht Stunden in Amsterdam in dem Flugzeug ausharren.

Reisende müssen acht Stunden in einer Embraer E190 ausharren - am Boden

ticker-british-airways

British Airways erweitert Sommerangebot um drei Ziele

Zwei Airbus-Maschine von British Airways in Heathrow: Die Regierung hat sich für den Entwurf mit einer 3500 Meter langen Piste entschieden.

Der Flughafen London-Heathrow bekommt die längere dritte Piste - inklusive Autobahn-Verlegung

Blick aus dem Fenster eines Airbus A380 von British Airways: Die Fluggäste erlebten eine kleine Odyssee.

Zwei Airbus A321 statt ein A380: British Airways holt Reisende auf Umweg zurück aus Johannesburg

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies