Lufthansa-Jet am Flughafen München: Sehr hoher Marktanteil.

Hohe MarktanteileLufthansas Macht in Frankfurt und München

Lufthansa muss für die Hilfe vom Staat Slots an Drehkreuzen abgeben. Ein Blick auf die Marktanteile der Konkurrenten zeigt, warum.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am Ende fand sich ein Kompromiss: Damit die EU-Kommission grünes Licht für das deutsche Rettungspaket für Lufthansa gibt, stimmte der Luftfahrtkonzern zu, in Frankfurt und München je bis zu 24 Slots pro Tag an je einen Konkurrenten abzugeben. Das sind mehr Zeitfenster für Starts und Landungen, als er ursprünglich zugestehen wollte, aber weniger als Brüssel zu Anfang forderte.

Dennoch kam die Frage auf, ob Lufthansa fair behandelt wird, gerade im Vergleich zu Air France-KLM. Die Hilfen für den französisch-niederländischen Konzern waren ohne Auflagen genehmigt worden. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte, er erhalte nur Kredite und Garantien, bei Lufthansa steige der deutsche Staat auch mit Eigenkapital ein. Allerdings hielt Frankreich schon vor der Corona-Krise 14,3 Prozent an Air France-KLM, weitere 14 Prozent gehören dem niederländischen Staat.

Lufthansa erreicht Spitzenwerte

Spannend ist daher, sich die Marktmacht der Luftfahrtunternehmen an ihren Drehkreuzen anzuschauen. Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, über die zuerst die Zeitung Rheinische Post berichtete, zeigen: Lufthansa und ihre Töchter Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels hatten im Jahr 2019 in Frankfurt einen Anteil von fast 66,4 Prozent aller Frequenzen. In München waren es sogar 67,8 Prozent.

In Amsterdam Schiphol kamen Air France und KLM zusammen auf 53,5 Prozent, am Flughafen Paris Charles de Gaulle auf 52 Prozent. Hier fehlen zwar noch die Frequenzen der Billigtochter Transavia, aber diese Differenz macht nicht so viel aus, als dass sich an der Betrachtung viel ändern würde. Auf die Werte der Lufthansa-Gruppe aus Frankfurt und München kommt Air France-KLM nicht.

IAG in Heathrow und Madrid schwächer

Ähnlich sieht es bei IAG aus. In London-Heathrow erreicht der britisch-spanische Konzern mit seinen Fluglinien British Airways, Iberia und Vueling einen Anteil von 51,7 Prozent der Frequenzen, in Madrid 48,8 Prozent. Hier fehlt in den DLR-Zahlen mit Aer Lingus eine weitere Airline, aber auch mit deren Frequenzen wird IAG nicht zu Lufthansas Werten aufschließen.

Mehr zum Thema

Vereinigung Cockpit fordert Gespräche mit Führung von Lufthansa

Vereinigung Cockpit fordert Gespräche mit Führung von Lufthansa

Staaten reden mit: Das ist keine Seltenheit.

Airlines, bei denen der Staat mitmischt

EU-Flagge auf Lufthansa-Flieger: Einigung mit Brüssel.

Lufthansa gibt an Drehkreuzen je Slots für vier Jets ab

Boeing 747-8 vor dem Abflug Richtung USA im Januar 2026: Fliegt mittlerweile für die U.S. Air Force.

Aus Lufthansa-Kranich wird Air-Force-Kranich: Ehemalige D-ABYD fliegt schon eifrig für die USA

Video

Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack