Airbus A321 mit dem Kennzeichen D-ABCG von Air Berlin im Jahr 2013: Wird jetzt zum Lufthansa-Frachter.

Umbau durch die Elbe FlugzeugwerkeLufthansas A321-Frachter flogen einst für Air Berlin und Niki

Die Lufthansa-Gruppe wird zwei A321-Umbaufrachter betreiben. Sie least die Flieger, die ihr bis vor Kurzem selber gehörten. Die Umrüstung übernehmen die Elbe Flugzeugwerke.

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Spannende Details blieben unklar. Im Juli verkündete Lufthansa, dass Tochter Lufthansa Cityline ab Anfang 2022 im Auftrag von Lufthansa Cargo zwei A321-Umbaufrachter betreiben wird. Allerdings verriet der Luftfahrtkonzern damals nicht, woher die Flieger kommen, ob sie geleast oder gekauft werden und wo sie von Passagier- zu Cargojets umgerüstet werden.

Vergangene Woche verriet Lufthansa-Chef Carsten Spohr nun: «Die A321 sind ehemalige Lufthansa-Group-Flugzeuge. Die haben wir verkauft und leasen sie jetzt wieder.» Dies sei der schnellste Weg, A321-Frachter zu bekommen - was wichtig sei, da man «bei der Fracht Gas geben» wolle, so Spohr. Die eigenen A321-Passagierjets brauche man alle selbst.

Elbe Flugzeugwerke rüsten um

Neuer Eigentümer der beiden A321-200 ist die Leasingfirma BBAM aus San Francisco. Sie wird die Jets von den Elbe Flugzeugwerken aus Dresden zu Vollfrachtern umrüsten lassen, wie eine Lufthansa-Cargo-Sprecherin bestätigt. «Die Umrüstungen finden in den Einrichtungen der Elbe Flugzeugwerke/ST Engineering statt.» ST Engineering aus Singapur und Airbus betreiben die Elbe Flugzeugwerke als Gemeinschaftsunternehmen.

Die beiden Flugzeuge seien zusammen mit anderen Jets von BBAM eh bereits für den Umbau vorgesehen gewesen, so die Lufthansa-Cargo-Sprecherin. «Wir werden die Flugzeuge nach Abschluss des Umbaus direkt von BBAM erhalten.» Bei der Umrüstung wird das Hauptdeck verstärkt, um das Gewicht von Frachtpaletten tragen zu können, und es erhält eine Frachttür. BBAM hatte schon im Januar einen ersten A321 P2F (Passenger to Freight) erhalten und an die britische Charterfluggesellschaft Titan Airways vermietet.

D-AEUA und D-AEUC

Der eine der beiden A321 P2F für Lufthansa ist gut 18 Jahre alt. Erstbetreiberin war Air Jamaica, dann flog Air Berlin die Maschine unter dem Kennzeichen D-ABCG. Es folgten Niki und Laudamotion (OE-LCG) und schließlich Eurowings (D-AEUA), wo die Maschine aber nur geparkt war und nicht in den Betrieb ging. Der zweite A321 ist gut 13 Jahre alt, startete den Betrieb bei Niki und flog in den Jahren 2019 und 2020 kurz für Eurowings (D-AEUC).

Lufthansa wird die Flugzeuge ab 2022 in Frankfurt stationieren und damit schnelle innereuropäische Fracht-Verbindungen anbieten. Man sehe «attraktive Marktchancen im europäischen Luftfrachtverkehr, die genährt werden durch das starke Wachstum des E-Commerce und die anspruchsvollen Anforderungen an den Transport von Gütern wie Pharmazeutika und Automobilen », so die Sprecherin. Die A321 P2F werden bis zu 28 Tonnen pro Flug transportieren und eine Reichweite von bis zu 3500 Kilometern haben.

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