Frontier-Jet: Die Airline betreibt eine komplett geleaste Flotte.

Streit eskaliertLeasingfirma will ein Siebtel der Flotte von Frontier grounden

Ein Streit zwischen der amerikanischen Billigairline und AMCK eskaliert. Das Leasingunternehmen fordert 14 Flugzeuge zurück. Frontier fürchtet irreparable Schäden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eine Flotte von 127 Flugzeugen betreibt die US-Ultrabilligairline Frontier. Doch sie besitzt kein einziges davon. Die Airline aus Denver in Colorado unterhält Verträge mit 19 Leasingfirmen, unter anderem mit Aercap, SMBC, Avolon und AMCK Aviation. Letztere macht Frontier jetzt aber richtig Stress. Sie will rund ein Siebtel der Flotte grounden.

14 Airbus A320 Neo möchte sie am Boden lassen oder beschlagnahmen. Sie wirft Frontier Nichteinhaltung ihrer vertraglichen Pflichten vor. Das sei bereits seit Monaten so. Und es schade dem Geschäft der Leasingfirma, argumentiert diese vor Gericht.

Konflikt schwelt schon länger

Der Konflikt, der jetzt eskaliert, schwelt schon länger. Begonnen hat alles mit der Übernahme von AMCK durch die Investmentfirma Carlyle. Frontier klagte damals gegen die Firma. Man hätte als Betreiberin von damals noch 15 Jets der Leasingfirma Anspruch auf Mitsprache. Stattdessen habe man aus einer Pressemitteilung von der Übernahme erfahren. Die Airline wollte Schadensersatz.

AMCK und Carlyle werfen laut dem Irish Independent der Airline jetzt vor, aus Frust ihren Pflichten nicht nachzukommen. Ob es sich dabei um Zahlungspflichten handelt ist unklar, aber wahrscheinlich. Frontier erklärt, man habe sich immer korrekt verhalten.

Frontier will einstweilige Verfügung

Die Fluggesellschaft strebt daher vor einem New Yorker Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Beschlagnahmung der Flieger an. Der Abzug von mehr als einem Zehntel ihrer Flotte würde das Geschäft irreparabel schädigen. Sollten wirklich 14 Flugzeuge am Boden bleiben müssen, wäre Frontier wohl tatsächlich gezwungen, den Flugplan anzupassen. Gerade im Sommer, wenn viel gereist wird, wäre das finanziell schmerzhaft.

Das irische Leasingunternehmen hat das Gericht jetzt aufgefordert, die einstweilige Verfügung abzulehnen. Die Gewährung würde einen «sehr schädlichen» Präzedenzfall im Flugzeugleasingsektor schaffen, «wenn es den Flugzeugleasinggebern nicht gestattet wird, ihre ausdrücklichen Rechte und Rechtsmittel aus den Leasingverträgen auszuüben», so AMCK gegenüber dem Irish Independent.

Mehr zum Thema

Airbus-Jet von Frontier:

Bei Fragen und Problemen bitte nicht anrufen!

Frontier Airlines. Die Fluglinie steht in der Kritik.

Mit Corona-Pauschale handelt sich Frontier einen Shitstorm ein

Flugbegleiter von Frontier Airlines: Die Crew kann jetzt Trinkgelder erarbeiten.

Passagiere sollen Flugbegleitern Trinkgeld geben

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack