Karte von Miles and More: Keine Meilen mehr durch Abos.

MeilenkönigMiles and More: Last Minute zum Vielfliegerstatus

Das Jahr geht auf die Zielgerade und viele geraten jetzt in Panik, wenn sie realisieren, dass ihnen zum gewünschten Vielfliegerstatus bei Miles and More noch zu viele Meilen fehlen. Was tun?

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Ich werde täglich mit Fragen meine Kunden bombardiert; «Wie kann ich am günstigsten noch 30.000 Statusmeilen bis Jahresende einfliegen?» - «Mir fehlen nur noch 5.000 Meilen, gibt es die irgendwo günstig?» etc. Daher möchte ich in der heutigen Kolumne ein paar Tipps geben, auf was Sie bei Miles and More zum Jahresende hin achten sollten. Zunächst einmal möchte ich mit der falschen Vorstellung aufräumen, dass wenige Meilen besonders günstig einzufliegen sind. Das relevante Maß zur Beurteilung des Preises ist die sogenannte Meilen-Ratio.

Dieses Verhältnis bezeichnet den Preis, zu dem sich 1000 Statusmeilen mit einem bestimmten Flugrouting einfliegen lassen. Die besten Ratios ergeben sich in den wenigsten Fällen für kurze Routings, so dass gerade 4000 fehlende Meilen vergleichsweise teuer werden können, während es bei 30000 Meilen mehr Routings mit einer attraktiven Meilen-Ratio gibt. Generell kann man sagen: Eine Ratio von weniger als 60 Euro je 1000 Statusmeilen ist herausragend, 60 bis 80 ist sehr gut, 80 bis 100 gut und 100 bis 120 durchschnittlich. Doch wenn Sie sich nicht auskennen und einfach darauf losbuchen, wird Ihr Flug meist eine Ratio zwischen 200 und 250 haben und Sie verschenken viel Geld.

Die Meilen-Ratio sollte Sie leiten

Die Höhe der Meilengutschrift bei Miles and More hängt in erster Linie von der Buchungsklasse ab, d.h. wenn Sie Last Minute noch sogenannte Mileage Runs, das sind meilenoptimierte Routings, buchen, dann müssen Sie diese immer im Auge behalten. Das Problem ist nur, dass die meisten Online-Buchungsplattformen diese nicht direkt anzeigen. Daher die Empfehlung: Buchen Sie z. B. über eine Plattform wo die Buchungsklasse in der Detailansicht immer angezeigt wird. Sie können dann auf der Miles and More Webseite unter «Meilen sammeln – Flüge» nachschlagen, wie hoch die Meilengutschrift für die jeweilige Buchungsklasse ist.

Innerhalb von Europa lohnt sich bei Meilenbeträgen von bis zu 4000 Statusmeilen vor allem die Buchungsklasse Z, das ist die zweitgünstigste Business Class Kategorie. Wenn Sie mehr Meilen in Europa einfliegen müssen, dann machen Sie das immer nur in den Buchungsklassen C, D oder J, denn diese bringen bei Flügen innerhalb eines Landes pro Strecke 1.500 bzw. mit Executive Bonus 1.875 Meilen, während es grenzüberschreitend 2000 bzw. 2500 Meilen sind.

Bauen Sie Zwischenstopps ein

Der wichtigste Trick, um in Europa viele Meilen zu sammeln, ist der Einbau von zusätzlichen Stopps. Was den normalen Menschen stört, das wird vom Meilenoptimierer geliebt, denn jedes Flugsegment in Europa bringt wieder zusätzliche Meilen. Oft erhalten Sie die besten Meilen-Ratios auf Routings mit Swiss, die NICHT in der Schweiz starten, sondern irgendwo im europäischen Ausland, da diese immer über Zürich geroutet werden, und somit mindestens vier Flugsegmente haben. Der Klassiker ist eine Reise von Amsterdam oder Wien aus via Zürich nach Mallorca, auf der man in der Buchungsklasse C, D oder J stolze 8000 bis 10.000 Statusmeilen zu einem Preis ab weniger als 800 Euro sammeln kann. Ebenfalls attraktive Preise in meilenträchtigen Buchungsklassen gibt es oft bei Croatia Airlines.

In Europa kann man ohne Probleme noch bis zum Jahresende bis zu 20.000 Meilen an nur einem Wochenende einfliegen. Wenn Sie noch mehr benötigen, dann bleiben Ihnen nur noch Interkontinentalroutings. Benötigen Sie noch bis zu 42.500 Meilen, dann würde sich ein Lufthansa First Class Flug ab 3.789 Euro ab Dublin nach San Francisco anbieten, wenn Sie noch bis zu 30.000 Meilen benötigen, dann wäre z. B. ein Business-Class-Flug mit Austrian Airlines  ab Kairo nach Bangkok in der Buchungsklasse C, D oder J das Richtige für Sie zum Preis von knapp über 1.800 Euro. Generell ist der Trick, den richtigen Abflugsort im Ausland zu finden, um die Meilen-Ratio dank günstigerer Preise und zusätzlicher Zwischenstopps zu optimieren.

Oder Sie verlängern den Miles-and-More-Status per Aufzahlung

Und wenn Sie gar nicht mehr bis zum Jahresende fliegen möchten oder können, gibt es oft noch die Möglichkeit, den Status gegen eine Zahlung von 500 Euro beim Frequent Traveller Status bzw. 2.000 Euro beim Senator Status für ein weiteres Jahr zu verlängern. Fragen Sie einfach mal direkt bei Miles and More nach, ob man Ihnen dieses Angebot auch anbieten kann.

Alexander Koenig ist freier Kolumnist von aeroTELEGRAPH. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Vielfliegerberatung First Class & More. Seit vielen Jahren berät er seine Kunden insbesondere zum Thema optimale Ausnutzung von Meilenprogrammen, um damit den gewünschten Vielfliegerstatus und Freiflüge in Business und First Class zu erhalten. In seinem First Class & More Blog und auf seiner Facebook-Seite stellt er täglich die besten exklusiven Flug-, Hotel- und Meilen-Deals zusammen. Die Meinung der freien Kolumnisten muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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