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Sicherheitsbedenken

Kritik an Ultra-Billigairline Allegiant

Allegiant galt zumindest was die Finanzen betraf lange als Vorzeigeairline. Nun wird aber Kritik an der Sicherheit laut.

ALlegiant Air

MD 80 von Allegiant: Die Flieger machen Probleme.

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten und in einer Branche, die nicht für ihr einfaches Geschäftsklima bekannt ist, ist eine Gewinnsteigerung um 154 Prozent ziemlich beeindruckend. Gelungen ist das im vergangenen Jahr Allegiant Air. Die US-Ultra-Billigairline mit Sitz in Las Vegas fliegt inzwischen über 300 Ziele an und hört nicht auf zu wachsen. In diesem Jahr kamen ein Dutzend neue Routen hinzu.

Doch nun wird Kritik an der Fluggesellschaft laut. Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA hat in einer Untersuchung verschiedene Sicherheitsmängel bei Allegiant ausgemacht. Keiner davon sei so schlimm, dass Passagiere direkt gefährdet seien, so die FAA. Doch die Fluggesellschaft müsse sich der Probleme annehmen.

Gewicht falsch berechnet

Unter anderem kritisiert die FAA, dass Allegiant falsche Unterlagen beim Pilotentraining verwende, in den Flughandbüchern Informationen fehlen würden und dass gewisse Formulare nicht korrekt ausgefüllt würden. Auch die Berechnung des Gewichtes von Passagieren, Ladung und Betankung hinterfragt die Behörde.

Auch wenn die FAA die Probleme als «nicht systemisch» beschreibt – Fakt ist, dass es bei Allegiant deutlich mehr Zwischenfälle gibt als bei anderen Fluggesellschaften. Wie die Washington Post schreibt, gab es bei der Billigiairline im Zeitraum zwischen Januar 2015 und März 2016 neun Mal mehr Zwischenfälle als bei Deltas Flotte an von Alter und Bauart her vergleichbaren Flugzeugen – obwohl Delta drei Mal so viele Flugzeuge fliegt.

«Schlecht gewartete Flotte»

«Sie haben einfach viele Probleme mit Lecks, kaputten Türen, elektrischen Gerüchen, die auf alte Kabel hinweisen», so Mary Schiavo, ehemalige Ermittlerin beim US-Transportministerium, zur Zeitung Washington Post. «Das alles lässt auf eine schlecht gewartete Flotte schließen.»

Bei den 50 McDonnell-Douglas-Fliegern in der Flotte von Allegiant – darunter auch DC-9 und MD-80 – gab es in dem Zeitraum fünfzig außerplanmäßige Landungen, fünf Notlandungen und acht abgebrochene Starts. Bei Deltas 117 MD-88 gab es sechs außerplanmäßige Landungen, eine Notlandung und keinen abgebrochenen Start.

Allegiant verteidigt sich

Bei den 30 Airbus-Jets in der Allegiant-Flotte gab es fünf außerplanmäßige Landungen, eine Notlandung und zwei abgebrochene Starts. Deltas 126 Airbus-Jets hatten eine ungeplante Landung, keine Notlandungen und keinen abgebrochenen Start.

Von Allegiant hieß es gegenüber der Washington Post, dass diese Daten sehr viel Raum für Interpretation zulassen. Schon zuvor hatte Allegiant sich bei der FAA für die Untersuchung bedankt und erklärt, dass man entsprechend darauf reagieren werde.

 

 



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