Dreamliner: Bald auch in Kamerun

Dreamliner für Kamerun

Camair-Co hatte keinen einfachen Start. Die Bestellung zweier B787 für die kamerunische Nationalairline soll das Blatt nun wenden.

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Air Cameroon hatte einiges an Misstrauen bei den Passagieren zurück gelassen. Wegen chronischer Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit wurde sie bald Air peut-être - Air Vielleicht genannt. Sie ging denn auch Konkurs und wurde 2008 liquidiert. Camair-Co sollte nun endlich wieder eine gute und solide Airline für das Land werden. Sie startete 2011. Doch es sei schwierig gewesen, das Vertrauen der Reisenden zurück zu gewinnen, erklärte Geschäftsführer Alex van Elk gemäß der Nachrichtenagentur Reuters. So hatte etwa eine Panne des einzigen Langstreckenfliegers, einer rund zehn Jahre alten Boeing B767, zur Hauptreisezeit im vergangenen August für einigen Ärger gesorgt. Im ersten Geschäftsjahr stand ein Verlust von rund 17 Millionen Dollar in den Büchern.

Doch das soll sich nun ändern, Camair-Co rüstet auf. Wie das Nachrichtenportal Camereco berichtet, bestellte die Fluggesellschaft bei Boeing zwei brandneue Dreamliner. Rund 430 Millionen Dollar habe die Regierung Kameruns, der die Airline gehört, dafür gesammelt. Das berichten Quellen aus dem Unternehmen auch gegenüber anderen Medien. Auch das Lieferdatum stehe schon fest: 2015 sollen die beiden neuen Langstreckenflieger zur Flotte von Camair stoßen.

Mehr internationale Ziele

Bisher besteht die Flotte der Fluggesellschaft aus zwei B737 und einer B767. Mit den 737 fliegt sie auf Regional- und Inlandsrouten, die 767 setzt sie für internationale Flüge nach Paris ein. Die Dreamliner sollen helfen, das internationale Netz auszubauen. Neben der Dreamliner-Order wurde im Juli dieses Jahres bekannt, dass die chinesische Avic International mit Camair-Co eine Vereinbarung über die Lieferung dreier MA60-Turbopropflieger unterzeichnet hätte. In diesen finden um die 60 Passagiere Platz.

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