Skopje: Entgingen zwei Jets im Luftraum hier nur knapp einer Katastrophe?

Über NordmazedonienKamen sich ein Airbus A321 und eine Boeing 737 gefährlich nahe?

Ein Flugzeug von Turkish Airlines und eines von Sun Express kamen sich über Skopje offenbar gefährlich nahe. Jetzt wird der Vorfall genauer untersucht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wie knapp war es wirklich? In Nordmazedonien sorgen aktuell zwei Flüge vom 7. September für Aufregung. Zuerst berichtete das Nachrichtenportal SDK am 12. September, dass fünf Tage zuvor zwei Flugzeuge im Luftraum über der Hauptstadt Skopje fast kollidiert wären. Die nordmazedonische Luftfahrtbehörde CAA habe dies bestätigt, so das Portal.

Bei den Detailangaben berief sich SDK allerdings nicht auf die Behörde, sondern auf den Flugverfolgungsdienst Flightradar 24. Demnach seien sich am 7. September ein Turkish-Airlines-Flug von Madrid nach Istanbul und ein Sun-Express-Flug von Dalaman nach London auf sich kreuzenden Flugbahnen in 36.000 Fuß Höhe geflogen. Rund eine halbe Minute vor einem Aufeinandertreffen sei ein Jet auf 36.325 Fuß gestiegen, der andere auf 35.475 gesunken.

Untersuchung angekündigt

In den folgenden Tagen erklärten die Flugsicherung M-NAV und die Untersuchungsbehörde Kinsiv gegenüber nordmazedonischen Medien, dass es eine Untersuchung zu dem Vorfall gegeben wird. Chef Zoran Ilievski sagte, man werde unter anderem die Funkaufnahmen zwischen den Cockpitcrews und der Flugsicherung auswerten und Stellungnahmen der Crews der beiden Flugzeuge einholen. Angaben zur Flughöhe machten die Behörden nicht.

Am 14. September meldete sich die Vereinigung der Fluglotsen und -lotsinnen, Matca, schriftlich zu Wort. Sie forderte die Medien auf, der Untersuchung nicht vorzugreifen. Die zuständigen Lotsinnen und Lotsinnen hätten zum Ereignis am 7. September rechtzeitig einen Bericht eingereicht, es habe keine Versuche gegeben, etwas zu verheimlichen. «Dieses Ereignis ohne Überprüfung der Fakten als schweren Zwischenfall zu bezeichnen», widerspreche einer fairen Untersuchung.

TCAS schlug offenbar an

Und die Vereinigung fuhr fort: «Wir weisen darauf hin, dass Flightradar 24 kein relevantes Tool zur Bereitstellung genauer Echtzeitpositionen ist und als solches nicht zum Ziehen von Schlussfolgerungen verwendet werden sollte.»

Am 16. September berichtete auch das auf Zwischenfälle spezialisierte internationale Portal Aviation Herald und erklärte, es habe sich um den Airbus A321-200 TC-LPB als Flug TK1358 und die Boeing 737-800 TC-SEZ als Flug XQ690 gehandelt. Die Kollisionswarnsysteme TCAS der beiden Flugzeuge hätten dafür gesorgt, dass der Jet von Turkish Airlines von Flugfläche 360 aus gestiegen und der von Sun Express gesunken sei.

Mehr zum Thema

Ein landendes Flugzeug: Neue Sicherheitssysteme in Cockpits ollen Kollisionen am Boden verhindern.

Behörde fordert neue Technologie gegen Beinaheunfälle

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Wieder Beinahekollision in den USA: Airbus A319 von American Airlines musste Start abbrechen

Wieder Beinahekollision in den USA: Airbus A319 von American Airlines musste Start abbrechen

ticker-sunexpress

Sun Express streicht Verbindung zwischen Bodrum und London-Gatwick

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil