Skopje: Entgingen zwei Jets im Luftraum hier nur knapp einer Katastrophe?

Über NordmazedonienKamen sich ein Airbus A321 und eine Boeing 737 gefährlich nahe?

Ein Flugzeug von Turkish Airlines und eines von Sun Express kamen sich über Skopje offenbar gefährlich nahe. Jetzt wird der Vorfall genauer untersucht.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wie knapp war es wirklich? In Nordmazedonien sorgen aktuell zwei Flüge vom 7. September für Aufregung. Zuerst berichtete das Nachrichtenportal SDK am 12. September, dass fünf Tage zuvor zwei Flugzeuge im Luftraum über der Hauptstadt Skopje fast kollidiert wären. Die nordmazedonische Luftfahrtbehörde CAA habe dies bestätigt, so das Portal.

Bei den Detailangaben berief sich SDK allerdings nicht auf die Behörde, sondern auf den Flugverfolgungsdienst Flightradar 24. Demnach seien sich am 7. September ein Turkish-Airlines-Flug von Madrid nach Istanbul und ein Sun-Express-Flug von Dalaman nach London auf sich kreuzenden Flugbahnen in 36.000 Fuß Höhe geflogen. Rund eine halbe Minute vor einem Aufeinandertreffen sei ein Jet auf 36.325 Fuß gestiegen, der andere auf 35.475 gesunken.

Untersuchung angekündigt

In den folgenden Tagen erklärten die Flugsicherung M-NAV und die Untersuchungsbehörde Kinsiv gegenüber nordmazedonischen Medien, dass es eine Untersuchung zu dem Vorfall gegeben wird. Chef Zoran Ilievski sagte, man werde unter anderem die Funkaufnahmen zwischen den Cockpitcrews und der Flugsicherung auswerten und Stellungnahmen der Crews der beiden Flugzeuge einholen. Angaben zur Flughöhe machten die Behörden nicht.

Am 14. September meldete sich die Vereinigung der Fluglotsen und -lotsinnen, Matca, schriftlich zu Wort. Sie forderte die Medien auf, der Untersuchung nicht vorzugreifen. Die zuständigen Lotsinnen und Lotsinnen hätten zum Ereignis am 7. September rechtzeitig einen Bericht eingereicht, es habe keine Versuche gegeben, etwas zu verheimlichen. «Dieses Ereignis ohne Überprüfung der Fakten als schweren Zwischenfall zu bezeichnen», widerspreche einer fairen Untersuchung.

TCAS schlug offenbar an

Und die Vereinigung fuhr fort: «Wir weisen darauf hin, dass Flightradar 24 kein relevantes Tool zur Bereitstellung genauer Echtzeitpositionen ist und als solches nicht zum Ziehen von Schlussfolgerungen verwendet werden sollte.»

Am 16. September berichtete auch das auf Zwischenfälle spezialisierte internationale Portal Aviation Herald und erklärte, es habe sich um den Airbus A321-200 TC-LPB als Flug TK1358 und die Boeing 737-800 TC-SEZ als Flug XQ690 gehandelt. Die Kollisionswarnsysteme TCAS der beiden Flugzeuge hätten dafür gesorgt, dass der Jet von Turkish Airlines von Flugfläche 360 aus gestiegen und der von Sun Express gesunken sei.

Mehr zum Thema

Ein landendes Flugzeug: Neue Sicherheitssysteme in Cockpits ollen Kollisionen am Boden verhindern.

Behörde fordert neue Technologie gegen Beinaheunfälle

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Wieder Beinahekollision in den USA: Airbus A319 von American Airlines musste Start abbrechen

Wieder Beinahekollision in den USA: Airbus A319 von American Airlines musste Start abbrechen

ticker-sunexpress

Fahrwerk einer Boeing 737 von Sun Express knickt ein

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack