Altes Poster von Iran Air: Die Airline will sich erneuern.

MilliardenbestellungIran Air stellt sich auf Boeing-Order ein

Offenbar befindet sich Iran Air in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Boeing. Doch bis die Amerikaner wirklich Flugzeuge liefern können, müssen noch bürokratische Hürden überwunden werden.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bisher hat im Iran ganz eindeutig Airbus die Nase vorn. Insgesamt 118 Flugzeuge will das Land beim europäischen Flugzeugbauer kaufen, darunter auch ein Dutzend Airbus A380. Boeing war in der ganzen Sache von Anfang an zurückhaltend – auch aus politischen Gründen. Im Februar erhielt Boeing gemeinsam mit anderen Firmen dann eine Marketinglizenz. Und inzwischen finden auch erste Gespräche zwischen den Amerikanern und dem Iran statt. Das bestätigte Iran-Air-Chef Farhad Parvaresh der Nachrichtenagentur Reuters.

«Es gibt Treffen und Verhandlungen», so Parvaresh. «Wir hoffen, dass wir uns einigen können.» Was die Größe der Bestellung angeht, blieb er vage. Sie werde wohl nicht größer sein als die bei Airbus, «aber in einer ähnlichen Größenordnung.» Doch längerfristig macht der Manager durchaus Hoffnungen. Immerhin brauche man noch um die 300 Flugzeuge in den kommenden Jahren.

Noch viel Bürokratie im Weg

Doch bevor der Iran wirklich bei Boeing bestellen kann, muss noch einiges geklärt werden. Natürlich brauche man noch die Zustimmung der Regierung, weil man ja eine staatliche Airline sei, so Parvaresh. Auch von der US-Regierung bräuchte Boeing noch einmal neue Lizenzen, um ein Geschäft abzuschließen und zusätzlich noch Exportgenehmigungen, wenn man die Flieger schließlich ausliefert.

Auch für die Airbus-Lieferungen sind noch Genehmigungen aus den USA nötig, weil mehr als zehn Prozent der Teile in den Fliegern aus dem Land kommen. Doch Airbus zeigte sich noch im April zuversichtlich, dass man schon bald die ersten Jets ausliefern könne.

Finanzierung ist ein Problem

Ein weiteres Problem birgt die Finanzierung. Iran Air muss Wege finden, in der Bezahlung das US-Finanzsystem zu umgehen. Die Fluggesellschaft befindet sich daher in Gesprächen mit verschiedenen Firmen, die helfen könnte. «Die Financiers, mit denen wir reden, müssten Airbus in Euros zahlen und dann zahlen wir ihnen das Geld», so Parvaresh zu Reuters.

Doch das Problem sei derzeit noch, dass keine der Firmen und Banken bereit sei, die Finanzierung einer großen Zahl von Fliegern zu übernehmen. «Jeder will nur um die zehn Flieger nehmen, aber das ist nicht gut für uns. Wir würden lieber alles mit einem oder zwei Financiers abklären. Wir befinden uns da in sehr fruchtbaren Gesprächen», so der Manager.

Mehr zum Thema

Werbung von Iran Air: Die Fluglinie skizziert nun auch ihre Zukunftspläne bezüglich Flotte.

Welche Airbus-Modelle Iran Air zuerst bekommt

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Fraunhofer-Institut suchen das bessere Ruder

Jetblue Airbus A220-300

Wie viel wissen Sie über den Airbus A220?

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack