Altes Poster von Iran Air: Die Airline will sich erneuern.

MilliardenbestellungIran Air stellt sich auf Boeing-Order ein

Offenbar befindet sich Iran Air in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Boeing. Doch bis die Amerikaner wirklich Flugzeuge liefern können, müssen noch bürokratische Hürden überwunden werden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Bisher hat im Iran ganz eindeutig Airbus die Nase vorn. Insgesamt 118 Flugzeuge will das Land beim europäischen Flugzeugbauer kaufen, darunter auch ein Dutzend Airbus A380. Boeing war in der ganzen Sache von Anfang an zurückhaltend – auch aus politischen Gründen. Im Februar erhielt Boeing gemeinsam mit anderen Firmen dann eine Marketinglizenz. Und inzwischen finden auch erste Gespräche zwischen den Amerikanern und dem Iran statt. Das bestätigte Iran-Air-Chef Farhad Parvaresh der Nachrichtenagentur Reuters.

«Es gibt Treffen und Verhandlungen», so Parvaresh. «Wir hoffen, dass wir uns einigen können.» Was die Größe der Bestellung angeht, blieb er vage. Sie werde wohl nicht größer sein als die bei Airbus, «aber in einer ähnlichen Größenordnung.» Doch längerfristig macht der Manager durchaus Hoffnungen. Immerhin brauche man noch um die 300 Flugzeuge in den kommenden Jahren.

Noch viel Bürokratie im Weg

Doch bevor der Iran wirklich bei Boeing bestellen kann, muss noch einiges geklärt werden. Natürlich brauche man noch die Zustimmung der Regierung, weil man ja eine staatliche Airline sei, so Parvaresh. Auch von der US-Regierung bräuchte Boeing noch einmal neue Lizenzen, um ein Geschäft abzuschließen und zusätzlich noch Exportgenehmigungen, wenn man die Flieger schließlich ausliefert.

Auch für die Airbus-Lieferungen sind noch Genehmigungen aus den USA nötig, weil mehr als zehn Prozent der Teile in den Fliegern aus dem Land kommen. Doch Airbus zeigte sich noch im April zuversichtlich, dass man schon bald die ersten Jets ausliefern könne.

Finanzierung ist ein Problem

Ein weiteres Problem birgt die Finanzierung. Iran Air muss Wege finden, in der Bezahlung das US-Finanzsystem zu umgehen. Die Fluggesellschaft befindet sich daher in Gesprächen mit verschiedenen Firmen, die helfen könnte. «Die Financiers, mit denen wir reden, müssten Airbus in Euros zahlen und dann zahlen wir ihnen das Geld», so Parvaresh zu Reuters.

Doch das Problem sei derzeit noch, dass keine der Firmen und Banken bereit sei, die Finanzierung einer großen Zahl von Fliegern zu übernehmen. «Jeder will nur um die zehn Flieger nehmen, aber das ist nicht gut für uns. Wir würden lieber alles mit einem oder zwei Financiers abklären. Wir befinden uns da in sehr fruchtbaren Gesprächen», so der Manager.

Mehr zum Thema

Werbung von Iran Air: Die Fluglinie skizziert nun auch ihre Zukunftspläne bezüglich Flotte.

Welche Airbus-Modelle Iran Air zuerst bekommt

ticker-airbus-konzern-

Nur zwei Kunden bestellten im September Flugzeuge bei Airbus

ticker-airbus-konzern-

Airbus nimmt Wechsel im Verwaltungsrat vor

Der Airbus A350 F und die Testflugcrew: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.

Startschuss für die Testkampagne: So lief der Erstflug des neuen Airbus-Frachters A350 F

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil