ATR 72-600 in den Farben von Iran Air: Bald am iranischen Himmel zu sehen.

Order von bis zu 40 ATRIran Air erneuert auch Regionalflotte

Und ein weiterer Großauftrag aus dem Iran geht nach Europa. Iran Air kauft bis zu 40 ATR 72.

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Bei ATR macht man kein Geheimnis daraus: Der Deal sei nur dank dem großen Einsatz der Regierungen Italiens und Frankreichs möglich geworden. Die staatlichen Exportversicherer Sace and Coface würden das Geschäft mit dem Iran finanzieren, so der italienisch-französische Flugzeugbauer. Das hat sich ganz offensichtlich gelohnt. Am Montag (1. Februar) unterzeichnete Iran Air einen Kaufvertrag für 20 ATR 72-600. Zudem sicherte sich die Fluggesellschaft eine Option auf 20 weitere Exemplare des Turbopropflugzeuges.

Damit erneuert Iran Air nun auch ihre Regionalflotte. Die ATR 72-600 hat Platz für 68 bis 78 Passagiere. Sie kann bis zu 509 Kilometer pro Stunde zurücklegen und hat eine Reichweite von 1530 Kilometer. Das maximale Startgewicht beträgt 23 Tonnen.

Gleich nochmals ein Erfolg für Airbus

Für ATR ist es ein riesiger Erfolg. Der Auftrag hat einen Wert nach Listenpreisen von bis zu 1 Milliarde Dollar. Und das ist zugleich erneut ein Erfolg für Airbus. Denn der europäische Flugzeugbauer ist zur Hälfte an ATR beteiligt. Die restlichen 50 Prozent gehören der italienischen Industriegruppe Finmeccanica. Airbus hatte bereits vorher einen Großauftrag an Land gezogen. Insgesamt 118 Flugzeuge bestellte der Iran beim europäischen Flugzeugbauer – davon 12 Airbus A380.Das nur mäßig gut laufende Superjumbo-Programm kann eine solche Bestellung gut gebrauchen.

Boeing hingegen nölt sich derzeit noch zurück. «Wir gehen vorsichtig vor», erklärte Boeings Marketingchef Randy Tinseth vergangene Woche auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Man halte sich an die Vorgaben der Regierung und warte zudem ab, wie groß der Markt tatsächlich sei. Auch wenn Hunderte Flugzeuge im Iran unterwegs seien – die Flugstunden seien gering, so Tinseth.

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