Boeing 757 in den Farben von Intercondor: Werbematerial war bereits gedruckt worden.

IntercondorAls Condor mit Interflug große Pläne hatte

Im Frühsommer 1990 planten Condor und die DDR-Nationalairline Interflug eine gemeinsame Charterairline. Doch die schnelle Wiedervereinigung führte dazu, dass Intercondor nie abhob.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

«Wir gehen mit Optimismus an den Start», sagte Condor-Chef Franz Schoiber im Juni 1990. Jetzt, da auch die DDR-Bürger wieder reisen dürften, gebe ein Potenzial von 1,6 Millionen Passagieren im Jahr. Das werde «den Einsatz von zwanzig Flugzeugen erfordern», begründete er gegenüber der Zeitung Die Zeit.

Um von diesem Potenzial zu profitieren, hatte Schoiber einen Deal eingefädelt. Die damalige Lufthansa-Tochter Condor hatte gemeinsam mit der DDR-Nationalairline Interflug eine neue Charterairline gegründet. Beide waren zu je 50 Prozent beteiligt. Alles war in jenem Frühsommer vor dreißig Jahren bereits bereit. Die neue Intercondor sollte schon im November starten.

Von Palma bis Phuket

Als Flotte der neuen deutschen Charterfluglinie war zuerst eine einzige Boeing 757-200 vorgesehen. Sie hätte die DDR-Registrierung DDR-ANA tragen sollen, um in Berlin-Schönfefeld starten zu können. Vom Ost-Flughafen aus plante Intercondor klassische Urlaubsziele anzusteuern. So standen Colombo, Palma, Las Palmas, Mombasa, Monastir, Phuket und Sharjah auf dem Flugplan.

Für den Sommer 1991 waren dann bereits vier Flieger vorgesehen. Neben einer zweiten Boeing 757 hätten zwei 737-300 zur Flotte von Intercondor stoßen sollen. Die Fluggesellschaft plante, dann auch von Dresden und Leipzig aus urlaubshungrige Menschen im Osten Deutschlands zu den früher unerreichbaren Urlaubsziele zu fliegen.

Wiedervereinigung machte Pläne zunichte

Dazu kam es nicht mehr. Das erste frei gewählte DDR-Parlament entschied am 22. August 1990 in einer Sondersitzung mit 294 gegen 62 Stimmen bei sieben Enthaltungen den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. Am 3. Oktober 1990 wurde sie Tatsache. Das Alleinstellungsmerkmal der Intercondor war plötzlich wertlos. Sie hob nie ab.

Mehr zum Thema

Auch in der DDR würdigte eine Briefmarke die heimische Luftfahrtindustrie. Die Interflug-Briefmarke war 1980 für 25 Pfennige zu haben.

«Die SED war allgegenwärtig»

Eine Tupolew TU-134 der Interflug: Der letzte Flug der DDR-Airline erfolgte mit einer Maschine dieses Typs.

Als Interflug das letzte Mal abhob

Eine Iljuschin Il-62 von Interflug: Die Unglücksmaschine war erst zwei Jahre vor dem Absturz als erste Il-62 in den Dienst von Interflug gestellt worden.

Die Tragödie von Königs Wusterhausen

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

Video

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg