Anflug auf den Airport Malé (aufgenommen aus einem Etihad-Jet): Zwei parallele Pisten.

Flughafen MaléStreitende Piloten landen fast auf gesperrter Piste

Am Malediven-Airport Malé wäre ein Airbus A320 im vergangenen Jahr fast auf einer geschlossenen Piste gelandet. Der Untersuchungsbericht zeigt, dass sich die Piloten nicht einig waren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wenn eine Piste geschlossen ist, macht der Flughafen das mit großen X auf der Landebahn deutlich. So sah es auch aus, als am 3. Februar 2019 ein Airbus A320 von Indigo aus Mumbai kommend den Airport Malé auf den Malediven ansteuerte. Dennoch hätten die Piloten der indischen Fluggesellschaft das Flugzeug fast auf der gesperrten Piste gelandet, wie nun der Untersuchungsbericht der indischen Behörden zeigt.

Erst als das Flugzeug auf eine Höhe von nur noch rund dreieinhalb Metern über der Piste gesunken war, startete der Pilot durch, drehte eine Runde und landete schließlich sicher auf der parallel verlaufenden Piste, die geöffnet war. An Bord befanden sich 108 Menschen.

Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit

Wie der Bericht zeigt, waren sich die Piloten bewusst, dass eine Piste gesperrt war - aber nicht darüber, welche. Das Instrumentenlandesystem funktionierte nicht. Der Kapitän, der den A320 steuerte, erklärte seinem Kopiloten, man visiere die falsche Landebahn an, da er X-Kennzeichen sehe. Sein Kopilot bestand darauf, dass es sich um die richtige Piste handle.

Als Gründe für die Probleme hält der Bericht unter anderem fest, dass die Piloten den Flug nicht adäquat geplant hatten, obwohl sie zuvor noch nie nach Malé geflogen waren. Der Kapitän wird zudem für mangelnde Durchsetzungsfähigkeit kritisiert. Allerdings habe die Crew von den Flugdienstberatern der eigenen Airline auch unvollständige Informationen erhalten. Die Behörde empfiehlt Indigo denn auch, in Zukunft weniger relative Begriffe wie links oder rechts in ihren Beschreibungen zu nutzen.

Air India landete auf falscher Piste

Es war nicht der erste Vorfall dieser Art in Malé. Keine zwei Wochen, bevor die zweite Piste des Flughafens im September 2018 offiziell eröffnet wurde, landete ein Airbus A320 von Air India auf der noch nicht fertiggestellten Bahn. Verletzt wurde niemand.

Mehr zum Thema

Logo von Vietnam Airlines: Einem Pilot der Fluglinie unterlief ein Fehler.

Jet von Vietnam Airlines landet auf unfertiger Piste

Eine neue Piste, pünktlich zum Wahltermin

Eine neue Piste, pünktlich zum Wahltermin

ticker-indigo

Indigo sichert sich Finanzierung über 328 Millionen Dollar für acht Airbus-Jets

ticker-indigo

Brennende Powerbank zwingt Airbus A321 von Indigo zur Ausweichlandung

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg