Skizze des Vorgängerprojekts RTA 70: nun auch für die Langstrecke.

Indien baut eigenen Passagierflieger

Indien will zusammen mit privaten Konzernen einen Kurz- bis Langstreckenflieger für 90 Passagiere entwickeln.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das neue Flugzeug soll fast schon Wunder vollbringen. Es seien einmalige Merkmale geplant, wie «verbesserte Treibstoffeffizienz, Einsatz von Biokerosin mit tiefem CO2-Verbrauch, Kurz- und Langstreckentauglichkeit, Fähigkeit auf kurzen Pisten zu starten und zu landen sowie modernste Luftfahrttechnik», meldete die nationale Forschungseinrichtung Council for Scientific and Industrial Research of India am Montag (16. April). Die Strategie für die Produktion eines eigenen Passagierflugzeuges sei bereits ausgearbeitet worden. Nun würde die Abteilung National Aerospace Laboratories sieben Prototypen entwickeln, um das Design und die Eigenschaften des neuen Fliegers im Hinblick auf die Flugtauglichkeitsprüfungen zu testen.

Die Entwicklung des National Civil Aircraft oder NCA-90, wie der neue 90-plätzige Flieger aus indischer Produktion heißen soll, wird umgerechnet 640 Millionen Euro kosten. Die Einführung der Serienproduktion wird nochmals 420 Millionen verschlingen, so schätzt der Council for Scientific and Industrial Research. Offenbar will die staatliche Organisation bei der Entwicklung und beim Bau aber mit privaten Konzernen zusammenspannen, die später einmal die Hauptverantwortung übernehmen sollen. «Wir führten bereits Gespräche mit der Tata-Gruppe und wir werden auch mit Mahindra Aerospace über Möglichkeiten einer Kooperation sprechen», erklärte Sudeep Kumar, Planungschef des Council gegenüber der Zeitung The Times of India.

Konkurrenz für Sukhoi & Co.

Es ist indes nicht das erste Mal, dass Indien einen zivilen 90-Plätzer ankündigt. Im Jahr 2008 wurde vom Council for Scientific and Industrial Research die Entwicklung des RTA 70 bekannt gegeben. Der Flieger sollte in drei Versionen gebaut werden, einer für 50, einer für 70 und einer für 90 Passagiere. Zudem war sowohl die Variante als Turboprop als auch als Jet vorgesehen. Das Flugzeug hätte bis 2011 erstmals fliegen sollen, wie damals das Portal Livemint berichtete. Die RTA-Familie war aber für Kurzstrecken und als Konkurrent zu den französischen ATR geplant. Die nun angekündigte NCA-90 soll weiter fliegen und ist vorerst nur in einer Großversion angedacht. Bereits weiter entwickelt ist das indische Projekt des Kleinjets NAL Saras. Von der 14-plätzigen Maschine wurden seit 2004 zwei Prototypen gebaut. Doch einer stürzte 2009 ab. Seither scheint das Projekt nicht mehr richtig voranzukommen.

Die neue NCA-90 konkurrenziert die russiche Sukhoi mit ihrem Superjet 100, die chinesische Comac mit ihrem C919, aber auch Bombardier und Embraer. Auch die Türkei kündigte unlängst an, ein eigenes Passagierflugzeug zu entwickeln. Es soll ebenfalls 70 bis 90 Plätze bieten. Geplant ist seine Markteinführung für das Jahr 2023.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies