Terminal 5 am Flughafen Heathrow

London-Heathrow als Muse

Waren Sie in den letzten Tagen am Flughafen Heathrow? Dann könnten Sie vielleicht bald als Charakter in einer Novelle auftauchen.

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In der vergangenen Woche residierte hoher Besuch am Londoner Flughafen Heathrow. Der britische Schriftsteller und Journalist Tony Parsons hat die ganze Woche am Flughafen verbracht: Er lebte im Hotel, trieb sich in den Terminals herum und durfte auch hinter die Kulissen schauen und mit Piloten, Lotsen, Flugbegleitern sprechen.

Der Grund für den ungewöhnlichen Kurzurlaub: Parsons wollte sich für eine Kurzgeschichtenreihe inspirieren lassen. «Seven Stories from Heathrow» soll sie heißen, im Oktober will der Autor sie veröffentlichen. Für Parsons bietet der Flughafen eine faszinierende Inspirationsquelle: «Flughäfen sind Orte der extremen Emotionen», so der Autor in einer Pressemitteilung. «Hier enden und beginnen wichtige Erfahrungen für viele Menschen». Je mehr er von dem Flughafen gesehen habe, desto überzeugter sei er, dass Heathrow eine «geheime Stadt» sei, mit eigener Geschichte, Folklore, Mythologie.

5000 Exemplare der Kurzgeschichtensammlung sollen gedruckt werden. Kaufen kann man sie aber nicht: der Flughafen will die Bücher an durchreisende Passagiere verteilen. Will man eines davon abbekommen, muss man also ganz schön Glück haben. Immerhin ist London Heathrow der größte Flughafen Europas, mit einem Passagieraufkommen von 65,9 Millionen im vergangenen Jahr.

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