Flieger von Air India: Bei der Fluglinie brodelts.

Missgeschick bei Air IndiaHandy vergessen, Jet gestoppt, Notrutsche geöffnet

Ein Mitarbeiter des Bodenpersonals hatte sein Smartphone in einem Dreamliner von Air India vergessen. Was Pilot und Kabinencrew taten, um zu helfen, ging nach hinten los.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ja gut gemeint. Als der Kapitän von Air-India-Flug AI176 am 18. März am Flughafen London Heathrow erfuhr, dass ein Techniker sein Smartphone an Bord der Boeing 787 vergessen hatte, wollte er helfen. Das Problem: Das Flugzeug war schon auf dem Rollfeld in Richtung Piste unterwegs. Also wies der Kapitän die Kabinencrew an, eine Kabinentür zu entsichern, wie ein anonymer Informant der Zeitung Times of India berichtete.

Der Mitarbeiter des Bodenpersonals sollte sein Mobiltelefon so doch noch zurückbekommen. Der Plan: Eine Flugbegleiterin sollte das Smartphone - sicher verpackt in einem Kissen - aus dem Flugzeug werfen. Doch offenbar vergaß sie, dass sich die Tür bereits im Flugmodus befand und ignorierte die Anordnung, sie zu entsichern. Als die Frau die Tür dann öffnete, blies sich die Notrutsche auf.

Flugzeug startet verspätet Richtung Indien

«Ein Team von Technikern musste die Rutsche abkoppeln, die Luft ablassen, die Rutsche falten und in den Frachtraum packen», sagte der Informant der Zeitung. Eine neue, funktionierende Rutsche wurde offenbar nicht unmittelbar eingebaut - zumindest erwähnt das Blatt nichts davon. Außerdem erscheint die Zeit dazu nicht ausreichend.

Mit 1:46 Stunden Verspätung startete der Dreamliner von Air India schließlich Richtung Ahmedabad. Ein Sprecher der Airline bestätigte der Zeitung lediglich, dass es zu einer Verzögerung gekommen sei, «nachdem eine Notrutsche ausgelöst wurde». Gemäß den Informationen der Times of India untersucht die Fluggesellschaft den Vorfall.

Notrutschen-Vorfälle können teuer werden

Es kommt immer wieder vor, dass Crew-Mitglieder Notrutschen versehentlich öffnen oder etwa Passagiere dies tun. Nach Angaben von Lufthansa Technik können dadurch bis zu 25 Stunden Arbeitszeit entstehen. Gerät eine Rutsche dabei auch noch etwa in ein Cateringfahrzeug, kann es sein, dass der Hersteller sie reparieren muss. «Abhängig vom Modell und von der Größe des Schadens können die Kosten in diesem Fall dann auch schon einmal rund 200’000 Dollar erreichen», so Lufthansa Technik.

Mehr zum Thema

Airbus' «Watchdog»: Soll Fluggesellschaften vor teuren Fehlauslösungen bewahren.

So will Airbus Notrutschen besser sichern

A330 von Swiss: Bei einem Flieger wurde die Notrutsche aus Versehen ausgelöst.

Panne mit Notrutsche bei A330 von Swiss

ticker air-india-neu

Flug aus Phuket: Airbus A320 Neo von Air India verlor während vier Sekunden ganze Hydraulik

Screenshot aus deinem Video aus der Kabine nach dem Vorfall: Schlimme Erfahrung für alle an Bord.

Abgesackter Airbus A320 Neo von Air India: Berichte über positiven Marihuana-Test und Details aus dem Cockpit

Video

Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies