Sitz von Emirates: Er soll mehr Privatsphäre geben als zuvor.

Emirates und QatarGolfairlines greifen mit «Super-Sitzen» an

Emirates hat einen neuen luxuriösen Business-Class-Sitz vorgestellt. Konkurrentin Qatar Airways legt direkt nach und kündigt eine «Super-Business-Class» an.

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Wie kriegt man möglichst viele gut zahlende Passagiere ins Flugzeug, ohne dass diese sich eingeengt fühlen? Diese Frage schien bei der Entwicklung von Emirates' neuen Business-Class-Sitzen im Vordergrund zu stehen. Denn: Die Airline baut sie in der Konfiguration 2-3-2 ab November in ihre Boeing 777 ein. Und diese Konfiguration bedeutet: Es wird einen Mittelsitz geben.

Damit sich niemand in dieser Konfiguration eingeklemmt oder wie eine Sardine fühlt, hat Emirates die so genannten Privacy Panels überarbeitet, mit denen man sich vom Nachbar abschirmen kann. Auch ein neues Lichtkonzept soll für mehr Gemütlichkeit sorgen. Der Bildschirm wurde auf neu 59 Zentimeter Diagonale vergrößert.

Inspiriert von der Mercedes-S-Klasse

Auch eine eigene Minibar haben die Sitze von BE Aerospace, deren Design von der Mercedes S-Klasse inspiriert wurde. Die hellgrauen Ledersitze mit gestepptem Muster lassen tatsächlich an einen Rennwagen denken. Erstmals ausprobieren kann man die neue Ausstattung ab November 2016, wenn Emirates eine neue Boeing 777-300ER bekommt.

Ein klein bisschen wurde die Präsentation von Emirates an der Berliner Fachmesse ITB allerdings von einer Konkurrentin überschattet. Denn: Qatar Airways kündigt für Ende des Jahres ebenfalls eine neue Business Class an. Und nennt diese ganz unbescheiden «Super-Business-Class». Wie Airline-Chef Akbar Al Baker erklärt, hat man sich Teile des Designs sogar patentieren lassen. «Der Sitzbauer wird das Design niemandem sonst anbieten können. Und sollte jemand versuchen, uns nachzumachen, haben wir den Patentschutz», so Al Baker.

Schiebetüren und Doppelbett

Die neuen Qatar-Sitze, die erst im November vorgestellt werden, sollen Schiebetüren haben, mit denen sich Passagiere komplett von der Außenwelt abschirmen können. Bisher gibt es solche Schiebetüren meist nur in der ersten Klasse. Eine weitere Neuheit, die Al Baker bereits früher angekündigt hat: Ein Doppelbett. Dieses ließe sich zumindest aus zwei Mittelsitzen zusammensetzen. «Im Grunde wird es eine First Class zu Business Class Preisen», so der Manager.

Zunächst soll die neue Klasse bei Qatar in einer Boeing 777-300ER eingebaut werden, dann in Airbus A350. Nach und nach wird dann die bestehende Flotte mit einer Rate von drei Flugzeugen pro Monat umgebaut. Auch da ist Qatar dem Konkurrenten aus Dubai einen Schritt voraus: Noch ist bei Emirates keine Nachrüstung der Flieger mit aktueller Business Class geplant.

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