In einem abgelegenen Hangar in Duluth, Minnesota, startete Cirrus Aircraft Anfang der 2000er-Jahre die Entwicklung eines völlig neuen Flugzeugs. Die Idee war, in einem Geheimlabor fernab der Hauptproduktionsstätte kreativ und ungestört an einem revolutionären Konzept zu arbeiten. Herausgekommen ist der Vision Jet, der erste einstrahlige Privatjet der Welt mit einem Fallschirmsystem für die gesamte Zelle.
Mehr Platz, dank neuer Rückbank
Nun hat Cirrus die dritte Generation des Vision Jet G3 angekündigt. Die markanteste Neuerung ist die erweiterte Sitzplatzkapazität von 6+1. Die neu gestaltete Rückbank ermöglicht nun Platz für zwei Erwachsene oder drei Kinder. Die maximale Abflugmasse bleibt unverändert, während das Leergewicht um etwa 15 Kilo reduziert wurde. So bleibt die Zuladung bei rund 1110 Kilo, was es weiterhin ermöglicht sechs Erwachsene rund 500 Nautische Meilen oder knapp 900 Kilometer zu fliegen.
Neu ist auch das System Controller-Pilot Data Link Communications CPDLC: Diese digitale Datenverbindung ermöglicht es Piloten, Flugplanänderungen, Freigaben und wichtige Meldungen per Textnachricht direkt mit der Flugsicherung auszutauschen. Die Technik ist ab einer Flughöhe von 28.000 Fuß vorgeschrieben. Der Vision Jet ist zu einer Flughöhe von 31.000 Fuß zugelassen. CPDL reduziert die Arbeitsbelastung des Piloten.
Vision Jet jetzt auch in schwarz erhältlich
Die neue dritte Generation der Cirrus-Flugzeuge ist mit Spectra-Lights an den Flügelspitzen ausgestattet, die für eine bessere Sichtbarkeit sorgen. Insgesamt gibt Cirrus an, rund 30 Detailverbesserungen umgesetzt zu haben. Technisch bleibt das Flugzeug jedoch unverändert.
In den USA ist die dritte Generation bereits zugelassen
In den USA ist die dritte Generation des Cirrus bereits zugelassen. Die Zulassung durch die Easa für Europa erwartet der Hersteller im Sommer 2026. Kostentechnisch wird die dritte Generation nochmals rund 180.000 US-Dollar teurer. Der Vision Jet G3 kostet damit 3,68 Millionen US-Dollar.
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