VIsion Jet der dritten Generation: Spectra-Lights an den Flügelspitzen sorgen für eine bessere Sichtbarkeit.

Vision Jet G3Cirrus motzt den Vision Jet erneut auf

Cirrus hat die dritte Generation des Vision Jet angekündigt. Die größte Neuerung ist der Platz in der Kabine. Preislich müssen Kundinnen und Kunden nochmal tiefer in die Tasche greifen.

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In einem abgelegenen Hangar in Duluth, Minnesota, startete Cirrus Aircraft Anfang der 2000er-Jahre die Entwicklung eines völlig neuen Flugzeugs. Die Idee war, in einem Geheimlabor fernab der Hauptproduktionsstätte kreativ und ungestört an einem revolutionären Konzept zu arbeiten. Herausgekommen ist der Vision Jet, der erste einstrahlige Privatjet der Welt mit einem Fallschirmsystem für die gesamte Zelle.

Im Juli 2008 absolvierte der Vision Jet später auch als SF50 bekannt seinen Erstflug. Die Zulassung für Hobbypiloten folgte 2016 in den USA und 2017 in Europa. Bereits 2019 präsentierte Cirrus die zweite Generation mit mehr Leistung, Komfort und Sicherheit. 2021 folgte die G2+, die mit 20 Prozent mehr Startleistung, Gogo Inflight WiFi, größerer Reichweite und höherer Nutzlast ausgestattet ist.

Mehr Platz, dank neuer Rückbank

Nun hat Cirrus die dritte Generation des Vision Jet G3 angekündigt. Die markanteste Neuerung ist die erweiterte Sitzplatzkapazität von 6+1. Die neu gestaltete Rückbank ermöglicht nun Platz für zwei Erwachsene oder drei Kinder. Die maximale Abflugmasse bleibt unverändert, während das Leergewicht um etwa 15 Kilo reduziert wurde. So bleibt die Zuladung bei rund 1110 Kilo, was es weiterhin ermöglicht sechs Erwachsene rund 500 Nautische Meilen oder knapp 900 Kilometer zu fliegen.

Neu ist auch das System Controller-Pilot Data Link Communications CPDLC: Diese digitale Datenverbindung ermöglicht es Piloten, Flugplanänderungen, Freigaben und wichtige Meldungen per Textnachricht direkt mit der Flugsicherung auszutauschen. Die Technik ist ab einer Flughöhe von 28.000 Fuß vorgeschrieben. Der Vision Jet ist zu einer Flughöhe von 31.000 Fuß zugelassen. CPDL reduziert die Arbeitsbelastung des Piloten.

Vision Jet jetzt auch in schwarz erhältlich

Zudem hat Cirrus die Kabine überarbeitet. Neben den neu gestalteten, komfortableren Sitzen, die der Hersteller bereits in seiner SR22-Famile verbaut hat, gibt es auch neues Farbschema, dabei ist auch neue eine komplett schwarze Lackierung und schwarzen Enteisungs-Boots an den Tragfläche. Enteisungsboote sind pneumatische Enteisungssysteme, die an den Vorderkanten der Tragflächen und des Höhenleitwerks angebracht sind.

Die neue dritte Generation der Cirrus-Flugzeuge ist mit Spectra-Lights an den Flügelspitzen ausgestattet, die für eine bessere Sichtbarkeit sorgen. Insgesamt gibt Cirrus an, rund 30 Detailverbesserungen umgesetzt zu haben. Technisch bleibt das Flugzeug jedoch unverändert.

In den USA ist die dritte Generation bereits zugelassen

In den USA ist die dritte Generation des Cirrus bereits zugelassen. Die Zulassung durch die Easa für Europa erwartet der Hersteller im Sommer 2026. Kostentechnisch wird die dritte Generation nochmals rund 180.000 US-Dollar teurer. Der Vision Jet G3 kostet damit 3,68 Millionen US-Dollar.

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