Rius Vernandes: Ärger mit Garuda.

Streit mit InfluencerGaruda krebst bei Fotoverbot im Flugzeug zurück

Ein Influencer postete ein Bild aus einem Flugzeug von Garuda. Die indonesische Nationalairline klagt gegen ihn und wollte Fotos an Bord verbieten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Rius Vernandes hat sich sein Hobby zum Beruf gemacht. Als sogenannter Influencer berichtet er auf sozialen Netzen wie Instagram und Youtube von seinen Reiseerlebnissen. Je außergewöhnlicher seine Berichte ausfallen, desto mehr Klicks und damit Einnahmen bekommt der junge Mann aus Indonesien.

Was Vernandes und seiner Freundin vergangenen Samstag (13. Juni) auf einem Flug mit Garuda Indonesia passierte, schien für das Geschäft daher zunächst Gold wert zu sein. Weil es auf dem Flug keine Menükarten für die Business Class mehr gab, blieb der Besatzung nicht anderes übrig, als zu improvisieren. Auf einem Blatt eines Notizbuches malte ein Besatzungsmitglied das Speiseangebot samt Verzierungsschleifen auf. Das wurde dann an die Passagiere verteilt.

Indonesien verfolgt diffamierende Inhalte

Vernandes teilte ein Foto davon auf Instagram. Wenig später machten sich auf dem Netzwerk viele Nutzer über die Behelfslösung lustig. Wenig später entschuldigte sich Garuda bei dem Blogger persönlich für die improvisierten Karten. In einer Stellungnahme auf Twitter erklärt die Fluglinie, dass der an die Passagiere gereichte Zettel eigentlich als Merkhilfe für die Crew gedacht gewesen sei.

Für Vernandes hat der Vorfall aber nun ernsthafte Folgen. Die indonesische Polizei leitete gegen ihn nun Ermittlungen ein, berichten lokale Medien. Konkret soll es dabei um Rufschädigung der Nationalairline gehen. In dem Land ist Verbreitung diffamierender Online-Inhalte eine Straftat und kann sogar mit einer Freiheitsstrafe bedroht werden. Offenbar hat Gurada gegen Vernandes geklagt.

Garuda will Persönlichkeitsrechte schützen

Doch auch für Passagiere hat der Vorfall Folgen. Garuda erließ ein Verbot. Reisenden war es ab sofort nicht mehr erlaubt, an Bord der Flugzeuge der Fluggesellschaft Foto- und Filmaufnahmen zu machen. Nach einem riesigen Aufruhr in den Sozialen Medien krebste sie aber zurück. Fotos seien weiterhin erlaubt, so Garuda inzwischen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier