Anfang Februar 2021 soll Sofia Hamburg Richtung Köln verlassen.

Aus für SofiaZur Sternwarte umgebaute Boeing 747 geht in Rente

Sie absolvierte rund 800 Flüge im Dienste der Wissenschaft. Jetzt mustern die Nasa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt die zur fliegenden Sternwarte umgebaut Boeing 747 SP aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Aus für die zur fliegenden Sternwarte umgebaute Boeing 747 SP: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR haben gemeinsam beschlossen, den Flugbetrieb von Sofia (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) im September 2022 einzustellen.

«Diese Entscheidung beruht auf einer Empfehlung des Decadal Survey der National Academy of Sciences, Engineering and Medicine, in der die Prioritäten für die langfristige Ausrichtung der astronomischen Forschung in den USA erarbeitet werden», erklärt Walther Pelzer, Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. «Diese Empfehlungen haben für die Nasa eine hohe Verbindlichkeit.»

Rund 800 Wissenschaftsflüge

Sofia war mit Beginn des Regelbetriebs im Jahr 2014 mit insgesamt rund 800 Flügen für die Wissenschaft im Einsatz. Die zu einem Observatorium für Infrarot-Astronomie umgebaute Boeing 747 SP hat ihre fünfjährige Haupt-Mission 2019 abgeschlossen und um weitere drei Jahre bis ins Jahr 2022 verlängert.

Deutschland lieferte das weltweit einzigartige 2,7-Meter-Teleskop, das in den Rumpf von Sofia eingebaut ist, und beteiligt sich mit 20 Prozent an den Betriebskosten. Im Gegenzug wurden Wissenschaftlergruppen aus Deutschland pro Jahr rund 30 Wissenschaftsflüge zugeteilt. Die Nasa hatte die gebrauchte Boeing 747 gekauft und für den Einbau des Teleskops entsprechend umgebaut. Die Nasa führt zudem den Betrieb des Observatoriums von Palmdale in Kalifornien aus, dem Heimatflughafen von Sofia.

Wie Sterne entstehen

Das Infrarot-Observatorium ist auf Beobachtungen im fernen Infrarot spezialisiert. Damit liefert es insbesondere Beiträge zu Fragestellungen der Astro-Chemie und Astro-Physik. Das erste Molekül - Helium Hydrid -, das im Universum vor knapp 14 Milliarden Jahren entstand, wurde von Sofia 2019 erstmals astrophysikalisch nachgewiesen. Außerdem erforschte Sofia, wie sich Galaxien entwickeln und wie Sterne und Planetensysteme aus interstellaren Molekül- und Staubwolken entstehen.

In der oben stehenden Bildergalerie können Sie nochmal einen Blick auf und in die fliegende Sternwarte werfen und mehr über die spezielle Boeing 747 SP erfahren.

Mehr zum Thema

Die Boeing 747 SP mit dem Kennzeichen N747NA bei Lufthansa Technik in Hamburg: Die Maschine ...

Fliegende Sternwarte startet 20 Mal in Köln

Wie Lufthansa Technik die fliegende Sternwarte flott macht

Wie Lufthansa Technik die fliegende Sternwarte flott macht

Anfang Februar 2021 soll Sofia Hamburg Richtung Köln verlassen.

Boeing 747 SP blickt von Stuttgart ins Universum

ticker-boeing-1

Boeing und Lufthansa Technik verlängern Ersatzteilvertrag

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack