An der Aviation Conference in Hamburg sprach KLM's Gert Wim ter Haar über die Punkte, die die Airline auf Social Media so erfolgreich machen.

KLM macht mit Social Media Millionen

Die niederländische Airline ist mit Abstand die Nummer Eins, wenn es darum geht, digitale, soziale Kontakte in Buchungen umzuwandeln.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Soziale Medien sind für viele Airlines eher Pflicht als Kür: Kanäle, die betreut werden müssen, um Kunden zu erreichen, Reklamationen zu bearbeiten und Werbekampagnen zu streuen. In einigen Buchhaltungen, gelten die Social-Media-Abteilungen noch als reine Kostenverursacher. Doch keine Fluggesellschaft investiert und gewinnt in dem Mass wie die niederländische KLM.

Simpliflying, eines der führenden Beratungsunternehmen für Airlines, ernannte die Social-Media-Aktivitäten der Airlines als beste in Sachen Kundenbetreuung sowie auch als umsatzstärkste. Wie das Team von Social-Media-Hub-Manager Gert Wim ter Haar den Umsatz 2014 auf 25 Millionen verdoppeln konnte, erklärte der Holländer im Rahmen der Hamburger Aviation Conference.

100 Mitarbeiter beantworten täglich 75'000 Nachrichten

Wirklich aktiv wurde KLM in sozialen Medien 2010 mit dem Ausbruch des isländschen Vulkans Eyjafjallajökull und des daraus resultierenden Ausfalls unzähliger Flüge. Über Twitter und Facebook versuchten tausende Passagiere Kontakt mit der Airline aufzunehmen. Also zogen alle an einem Strang: Über 100 Mitarbeitende aus allen Abteilungen arbeiteten freiwillig über vier Tage, um alle Nachrichten zu beantworten.

Mittlerweile arbeitet ter Haar mit einem Team von 100 Festangestellten weltweit, das täglich 75'000 Nachrichten beantwortet. Wer aber glaubt, dass sich KLM dabei nur auf Facebook, Twitter und Instagram beschränkt, der irrt. Die Airline ist auch auf den chinesischen Plattformen Weibo, Ren Ren und We Chat, sowie auf dem russischen Netzwerk V Kontakti aktiv.

«Wir haben die Kunden in den Weiten des Internets verloren»

«Vor zwei Jahren,» so verriet ter Haar an seiner Präsentation in Hamburg, «war es für uns nahezu unmöglich, mit Social Media Umsatz zu machen. Wir mussten die Kunden für eine Buchung über unsere Website umleiten und verloren sie so in den Weiten des Internets. Außerdem gab es keine sichere und zuverlässige Zahlungsplattform, die uns diesen Umweg erspart hätte.»

Also nahm KLM die Sache selber in die Hand. Gemeinsam mit dem bestehenden Zahlungs-Dienstleister entwickelte man ein Tool, das es den Mitarbeitern ermöglicht, jedem Kunden gemäß seinen Flugwünschen einen Link zuzustellen. Dieser ermöglicht eine sichere und schnelle Zahlung ohne Umleitung über die KLM-Website.

«Es ist okay, zu versagen»

«Dieser Prozess dauert nur wenige Sekunden und wir setzen wöchentlich 100'000 Euro um. Hoffentlich können wir das dieses Jahr verdoppeln.» erklärte Gert Wim ter Haar weiter. Im Vergleich zum Gesamtumsatz der Firma sei das natürlich nicht viel, aber das Team sei groß und in einer Organisation wie KLM sei es wichtig, dass sich die Investitionen in Social Media auszahlen, so ter Haar weiter.

Aber natürlich stehen nicht nur die Zahlen im Fokus. «Uns ist es wichtig, dass wir und die Kunden Spaß haben. Wir wagen etwas auf Social Media, aber wir machen auch Fehler. Es ist okay, zu versagen. Wir sind schnell gewachsen und auf dem Weg haben wir auf jeden Fall einiges an Geschirr zerschlagen.» Dass KLM Spaß und Erfolg auf Social Media zu verbinden weiß, zeigt der Lost and Found Service der Airline, den ter Haars Team mit einem der viralsten Videos im vergangenen Jahr bewarb.

Mehr zum Thema

Bilder aus dem Cockpit sind bei British Airways verboten: Die Piloten wehren sich gegen die Richtlinie.

Personal von British Airways konterkariert neue Social-Media-Regeln

Flugzeug-Emoji: Leider nur eine Übung.

Das Rätsel um das Flugzeug-Emoji

Einreisestempel der USA: Die Behörden wollen noch mehr über Einreisende wissen.

USA wollen Facebook-Namen der Passagiere

Nicht unter die ersten zehn schaffen es Austrian Airlines (299.000 Gefällt-mir-Angaben, Rang 47)...

Das sind die größten Airlines bei Facebook

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack