Flughafen Skiathos (Symbolbild): Warnschilder weisen auf den Luftstoß hin.

VerletzungenFlugzeug schleudert Jungen in Skiathos weg

Immer wieder unterschätzen Touristen, wie stark der Luftstoß von Flugzeugtriebwerken sein kann. Ein Junge verletzte sich nun am Flughafen Skiathos durch die Kraft des Strahls schwer.

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Der Flughafen Skiathos ist vielleicht nicht groß. Für Flugzeugfans ist er aber eine Riesenattraktion. Zu Tausenden reisen sie jedes Jahr auf die griechische Insel. Denn so nah wie am Alexandros Papadiamantis Airport kommt man startenden und landenden Fliegern an kaum einem anderen Ort in Europa. Und so entstehen faszinierende Fotos und Videos.

Das kann jedoch ziemlich gefährlich werden. Das erfuhr nun auch ein britischer Junge. Er wurde am 22. August beim Planespotting am Flughafen Skiathos schwer verletzt. Der 12-Jährige stand am Zaun hinter der Startbahn, als ein Flugzeug startete*. Der Luftstoß der Triebwerke bei der Beschleunigung war so stark, dass er den Jungen rund zehn Meter weit schleuderte.

Glück im Unglück

Der Junge hatte offenbar Glück im Unglück, weil er im weichen Sand landete und nicht auf Betonelementen aufschlug. Dennoch erlitt er schwere Verletzungen. Er wurde ins nächste Krankenhaus gebracht und dann in ein größeres Spital auf dem Festland transferiert. Den Umständen entsprechen geht es ihm gut, keine der Verletzungen war lebensgefährlich.

Am Flughafen Skiathos warnen Schilder auf Englisch vor den Gefahren. «Gefahr - halten Sie sich fern!» steht darauf. Gleich hinter der Piste 02 steht ein Zaun. Dort stellen sich Wagemutige hin, welche die Flieger fotografieren oder spüren wollen, wen sie wenige Meter über ihre Köpfe fliegen und dann landen oder auch mal starten. Dahinter befindet sich eine Straße, die an einen Parkplatz angrenzt. In Skiathos kommen denn nun auch Stimmen auf, man müsse den Bereich besser schützen um so etwas in Zukunft zu verhindern.

«St. Maarten Europas»

Skiathos wird nicht umsonst Auch «St. Maarten Europas» genannt. Die Situation ähnelt stark der am Airport der niederländischen Karibikinsel. Dort können Touristen ebenfalls direkt hinter der Landebahn am angrenzenden Strand die Jets beobachten. Eine Touristin kam im vergangenen Jahr ums Leben, als der Luftstrahls (Englisch: Jet blast) sie weg schleuderte und sie sich tödlich am Kopf verletzte.

Wie gefährlich der Strahl von Triebwerken sein kann, können Sie in diesen Videos aus St. Maarten sehen:

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