A340 von Air France: Einem solchen Flieger fehlten die Schrauben.

Taeco prüft Schrauben-Malheur

Fehlende Schrauben an einem Airbus von Air France sorgten weltweit für Schlagzeilen. Jetzt reagiert die beschuldigte Wartungsfirma.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Mehr als 30 Schrauben hatten dem Airbus A340-300 gefehlt. Trotzdem wurde er von Air France tagelang weiter geflogen, weil niemand den Fehler bemerkt hatte. Schuld am Missgeschick ist die chinesische Wartungsfirma Taikoo Aircraft Engineering (Taeco). Zwischen dem 4. Oktober und dem 10. November hatte das Unternehmen den Jet in einem seiner Werke im chinesischen Xiamen gewartet. Die Schrauben hatten die Verantwortlichen offenbar ganz einfach vergessen. Nachdem verschiedentlich der Verdacht aufgekommen war, dass Schlamperei hinter dem Fehler stecken könnte, hat Taeco nun eine interne Untersuchung eingeleitet. So will man den genauen Grund für den Fauxpas herauszufinden. «Wir werden nach unseren Standardprozeduren vorgehen und Air France genau über die Ergebnisse der Untersuchung unterrichten», heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die fehlenden Schrauben hätten ein Bauteil des Fliegers sichern sollen, das den Luftwiderstand während des Fluges kontrolliert.

Laut Air France bestand deswegen aber nie eine Gefahr für die Passagiere oder das Flugzeug bestanden. Der Bauteil sei nicht zum zentraler Bestandteil des Fliegers. Trotzdem: «Es ist absolut verboten, ein Flugzeug mit einem solchen Mangel fliegen zu lassen», so Lu Xiang, Dozent an der Civil Aviation University of China gemäß dem Nachrichtenportal Asia One. Normalerweise würden Jets nach einer Routinewartung immer noch einmal auf sämtliche Bestandteile untersucht. Als der Fehler bemerkt wurde, wurde der Airbus in Boston auch gleich gegroundet.

Gewichtige Aktionäre

Taeco gibt es seit 1993. Das Unternehmen ist eines der größten Wartungsunternehmen Chinas und arbeitet auch mit anderen großen Fluggesellschaften zusammen. So lässt etwa die Deutsche Lufthansa ihre Boeing 747's dort warten. Auch die Lufthansa ist wegen des Vorfalls in engem Kontakt mit Taeco. Am Wartungskonzern sind auch Boeing, Japan Airlines und Cathay Pacific beteiligt.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

ticker-airbus-konzern-

Airbus, Safran und Partner planen große SAF-Anlage in Frankreich

ticker-airbus-konzern-

Airbus steigert im Mai Auslieferungen deutlich und sammelt netto 357 neue Bestellungen ein

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack