IAG-Chef Willie Walsh: «Wenn es an der Zeit ist, schlagen wir auch außerhalb Europas zu.»

FlottenentscheidIAG erteilt C-Series Absage und will A321 Neo LR

Immer wieder kamen Gerüchte auf, dass die British-Airways-Mutter an der C-Series von Bombardier interessiert sei. Das sei kreuzfalsch, so IAG-Chef Willie Walsh. Dafür will er in Zukunft auf den A321 Neo setzen.

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Die Gerüchte hielten sich hartnäckig seit Monaten. Nun hat Willie Walsh sie endgültig begraben: Nein, IAG werde keine C-Series kaufen, sagte der Chef des Luftfahrtkonzerns bei der Präsentation der Jahresergebnisse. Laut Berichten in der nordirischen Presse hätte IAG geplant, den kanadischen Jet für die Töchter Aer Lingus, British Airways und Vueling zu kaufen. Diese Berichte seien «wild und völlig falsch», kommentierte Walsh nun.  Man schaue sich die C-Series nicht an.

Bestätigt haben sich hingegen Berichte, nach denen Aer Lingus bald mit Airbus A321 Neo LR (Long Range) fliegen wird. Sieben Flugzeuge des Typs sollen zunächst bei Aer Lingus die vier Boeing 757 ersetzen, mit denen die Airline derzeit einige Transatlantikrouten fliegt. Ab 2019 sollen die A321 Neo LR bei Aer Lingus eintreffen.

Auch Einsatz für Iberia oder British Airways möglich

Und das soll erst der Anfang sein. Wie Walsh nach der Präsentation der Jahresergebnisse erklärte, befasse sich IAG mit dem Einsatz der Flugzeuge quer durch das ganze IAG-Netz. Es gebe eine ganze Reihe von Routen, auf denen sich die kleineren Flugzeuge besser eignen würden als grosse Langstreckenflieger. Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg nannte Walsh afrikansiche Ziele südlich der Sahara. Auch für British Airways und Iberia seien sie eine Option.

Die von IAG geplante neue Billig-Langstreckenairline kommentierte Walsh nicht gross: Details dazu werde man in naher Zukunft kommunizieren. Die neue Langstreckenairline wird in Barcelona stationiert sein und mit zwei Airbus A330 starten . «Die katalanische Metropole ist ein interessanter Markt», sagte Walsh kürzlich im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Deshalb beginne man dort. Nun erklärte er noch zusätzlich, dass man sich zunächst auf Barcelona beschränken werde.

Keine Angst vor Norwegian

Angst vor der Offensive durch die norwegische Konkurrentin Norwegian Air International hat er nicht. Nur einen Tag zuvor hatte Norwegian bekannt gegeben, mit der Boeing 737 Max von Grossbritannien und Irland nach Amerika zu fliegen  teilweise zu Kampfpreisen von 69 Euro. Walsh hält das für nicht nachhaltig. «Norwegian hat sehr geringe Gewinnmargen und die Preise sind ganz klar nur dazu da, Aufmerksamkeit in den Medien zu erhalten», so Walsh.

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